Schwester mit Hammerstiel attackiert - Täter in U-Haft

Im Bezirk Neusiedl am See ist am verlängerten Wochenende zum Staatsfeiertag eine Frau mit dem Stiel eines Vorschlaghammers attackiert und verletzt worden. Bei dem mutmaßlichen Angreifer handle es sich um den Bruder der Frau, bestätigte die Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt am Donnerstag einen Bericht der "Kronen Zeitung".

Erstellt am 05. November 2020 | 14:52
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Foto: Lukianenko Igor, Shutterstock.com

Laut der Tageszeitung wurde der Angriff in Halbturn verübt. Der 50 bis 60 Jahre alte Mann habe mit einem 80 Zentimeter langen Hammerstiel mehrmals heftig auf die Schwester eingeprügelt, so StA-Sprecher Roland Koch. Die Frau wurde am Kopf und im Bereich des Oberkörpers getroffen.

Der Vorfall habe sich zum Teil auf der Straße ereignet, weshalb mehreren Personen das Ganze mitbekommen hätten. Ein pensionierter Polizeibeamter und ein weiterer Zeuge seien der Frau zu Hilfe gekommen. Sie ergriffen den Täter und überwältigten ihn.

Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes

Gegen den Mann wurde aufgrund der massiven Schläge gegen den Kopf der Frau ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet, bestätigte Koch. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht und in Untersuchungshaft genommen. Die Frist bis zur nächsten Haftprüfung endet am 10. November.

Der Mann habe bisher weder bei der Kriminalpolizei noch bei der Staatsanwaltschaft Angaben zu dem Vorfall gemacht. "Er machte von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch", so Koch. Das Motiv für den Angriff sei Gegenstand von Ermittlungen.

Laut dem Bericht der "Kronen Zeitung" hatte die Frau bei der Attacke Knochenbrüche erlitten. Eine Kopfwunde habe genäht werden müssen.

Bei der Tatwaffe handle es sich um einen massiven Hammerstiel aus Holz, mit dem viele Schläge auf den Kopf bzw. in Richtung des Kopfes ausgeführt worden seien. Deshalb müsse man davon ausgehen, "dass zumindest der Verdacht besteht, dass man schon einen Vorsatz auf eine Tötung hat", sagte Koch.