"Der Lichtblick": Über 58.000 Beratungsgespräche. Rund 140 Personen feierten das Jubiläum der Frauenberatungsstelle, die bereits ein viertel Jahrhundert Hilfestellung gibt.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 09. Dezember 2018 (04:04)
Paul Haider
Gratulanten. Landesrätin Astrid Eisenkopf und Landtagsabgeordnete Edith Sack wünschten Karin Behringer-Pfann, Lichtblick-Geschäftsführerin, alles Gute für die nächsten 25 Jahre.

Die Frauenberatungsstelle „Der Lichtblick“ feierte im Weinwerk Burgenland sein 25 jähriges Bestandsjubiläum. Im Beisein hochrangiger Politiker, Vertretern unterschiedlichster Organisationen und Institutionen, Klienten, Freunde und Vertreter sozialer Vereine ließ der Verein die vergangenen Jahre Revue passieren. In 25 Jahren haben die Mitarbeiter der Beratungsstelle 45.346 Personen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt und in 58.486 Beratungs- und Informationsgesprächen begleitet und geführt.

„Die Anforderungen an eine Beratungsstelle haben sich in den letzten Jahren wesentlich verändert. Menschen mit sehr komplexen Problemsituationen suchen unsere Hilfe. Die Herausforderungen an unsere Beratungsstelle werden immer größer“, sagte Geschäftsführerin Karin Behringer-Pfann.

In den Gesprächen gehe es um unterschiedliche Themen wie Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Schwierigkeiten aber auch Gewalt in der Familie, Erziehungsfragen, Scheidung oder Obsorgestreitigkeiten. Ein multiprofessionelles Team von Klinischen Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen und Juristinnen sei gefordert, sich mit immer umfassenderen Problembereichen auseinanderzusetzen und individuelle Lösungen zu finden. „Hilfreich sind dabei unsere gut funktionierenden Netzwerke, Vertreter anderer Institutionen und Einrichtungen, die sich gemeinsam mit uns für Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien in belastenden Lebenssituationen einsetzen“, betont Behringer-Pfann.

Landesrätin Eisenkopf: „Wichtiger denn je“

Landesrätin Astrid Eisenkopf betonte die Bedeutung des Vereines. Diese Arbeit der Frauen- und Familienberatungsstelle sei angesichts aktueller Statistiken wichtiger denn je. „Die Mitarbeiterinnen hören zu, nehmen sich der persönlichen Situation an und begleiten Frauen bei der Lösung individueller Probleme. Für die Zukunft wünsche ich dem gesamten Team alles Gute und dass die kostenlose und anonyme Unterstützung auch weiterhin von den Frauen im Bezirk angenommen wird.“

Aufgrund von Förderkürzungen muss der Verein allerdings hart kämpfen, um sein Beratungsprogramm aufrecht erhalten zu können. „Ich wünsche mir eine solide und realistische Basisfinanzierung, damit wir weiterhin qualitätsvolle Arbeit für betroffene Frauen und Familien leisten können“, so Behringer-Pfann.