Endspurt im Wahlkampf: Grundsätzlich faires Miteinander

Grundtenor der Parteien: Wahlkampf war von Fairness geprägt, einzige Ausnahme war für ÖVP die Stadt Neusiedl am See.

BVZ Redaktion Erstellt am 29. September 2017 | 05:00
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GR-Wahl Burgenland
Unterstützung. Auch die Landespolitik absolviert im Rahmen des Gemeindewahlkampfes zahlreiche Termine, so wie bei der 800-Jahr-Feier von Podersdorf am See, wo Bürgermeisterin Michaela Wohlfart den 2. Landtagspräsidenten Rudi Strommer, Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Alexander Petschnig und Landtagsabgeordneten Manfred Haidinger als Ehrengäste begrüßte.
Foto: zVg

Der Wahlkampf befindet sich auf der Zielgeraden. Und in einem sind sich die Bezirksgeschäftsführer der Parteien einig: Grundsätzlich war es im Bezirk eine faire Wahlauseinandersetzung.

„Nachdem ich täglich in Kontakt mit unseren Ortsparteien bin, kann ich sagen, dass sich niemand ausgeruht hat. Natürlich ist es in einigen Gemeinden zu kleineren Untergriffigkeiten gekommen. Im Großen und Ganzen - und das ist bereits der vierte Gemeinderatswahlkampf, den ich im Bezirk für die SPÖ leite - dürfte es einer der fairsten der vergangenen 15 Jahre sein“, erklärt SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Fritz Radlspäck.

Auch für Thomas Ranits, ÖVP-Bezirksgeschäftsführer gilt: „Jede Ortspartei führte einen eigenständigen sehr gut organisierten Wahlkampf. Im Grunde war meiner Meinung nach der Wahlkampf sehr fair.“ Er betont aber:

„Der negative Ausreißer war für uns in der Stadt Neusiedl am See, die Schmutzkübelkampagne gegen Thomas Halbritter.“

Kiss (Grüne): "Durchwegs fairer Wahlkampf"

Die Grüne Bezirkssprecherin Andreas Kiss spricht schon jetzt von einem Erfolg: „Wir haben diesmal Antritte in neun statt zwei Gemeinden. Die Teams im Bezirk sind extrem engagiert und es gibt einen unglaublichen Rückenwind. In den meisten Gemeinden gab es einen durchwegs fairen Wahlkampf. Bis auf ein paar Plakatschmierereien war die Situation sehr fair.“

Hans Toth. FPÖ-Bezirksgeschäftsführer sagt: „Im ganzen Bezirk unterwegs konnte feststellen, dass es ein überwiegen faires Miteinander gab. Gespräche wurden sachlich geführt. Besonders positiv möchte ich das Interesse der Jugend an der Arbeit der FPÖ hervorheben.“

Hausbesuche und persönliche Gespräche

Eines steht ebenfalls bereits fest: Durch das Antreten der zahlreichen Listen und Parteien ist schon rechnerisch zu erwarten, dass es in manchen Gemeinden eine Fluktuation von Mandaten bei der Zusammensetzung der künftigen Gemeinderäte geben wird. „Da generell auch viel mehr SpitzenkandidatInnen zur Bürgermeister-Direktwahl antreten, erwarten uns im Bezirk Neusiedl am See sicherlich wieder Stichwahlen, möglicherweise mehr als 2012“, meint Radlspäck.

Die verbleibenden Tage bis zur Wahl nutzen die Parteien noch intensiv für Hausbesuche und persönliche Gespräche. „Das ist das Wichtigste, denn in keinem Flugblatt und keiner Zeitung kann man Charakter, definierte Ziele und Einstellungen derart transportieren“, weiß Radlspäck. Und auch Kiss betont: „Wir werden keine Gelegenheit auslassen, um hier noch bis zur letzten Sekunde die Menschen zu überzeugen.“