Nach Wirbel um Stare: Bauernrat fordert seriöse Zählung. Neusiedler Bezirksbauernrat schickt Resolution gegen „Star - Vogel des Jahres“ an Landesregierung und fordert seriöse Zählung.

Von Pia Reiter. Erstellt am 20. November 2017 (06:51)
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Weinbauern leiden. Der Bezirksbauernrat schließt sich der Forderung des Präsidenten des Weinbauverbandes Burgenland Andreas Liegenfeld bezüglich Zahlungen für die von Staren verursachten Schädigungen an.
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Der Unmut unter den Weinbauern des Bezirks ist sehr groß: Gerade im Bezirk Neusiedl am See stellen die Stare eine wesentliche Beeinträchtigung des Weinbaues dar. Darüber hinaus gibt es viele Projekten, beispielsweise im Nationalpark Seewinkel oder im Europaschutzgebiet „Parndorfer Platte- Heideboden“, wo Bauern aktiv am Schutz seltener und schützenswerter Vogelarten mitarbeiten.

„Es hätte nicht unbedingt der Star sein müssen“

„Aus dieser Sicht ist es für den Bezirksbauernrat unverständlich, dass der Star auch in Österreich als „Vogel des Jahres“ ausgewiesen wird. Da hätte die Trappe mehr Sinn gehabt. Diese Entscheidung von Birdlife passt einfach nicht bei uns und wir verstehen diese auch nicht“, meint Bezirksbauernratsobmann Werner Falb-Meixner.

Bezirksbauernratsobmann Werner Falb-Meixner hat die Resolution an die Burgenländische Landesregierung übermittelt.
BVZ

Der Bezirksbauernrat stehe zum Naturschutz im Allgemeinen und zum Vogelschutz im Besonderen, betont Falb-Meixner: „Mir würden bei uns auf Anhieb 15 Vogelarten einfallen, die in Frage gekommen wären. Es hätte nicht unbedingt der Star sein müssen.“

Deshalb erging auch eine Resolution an die Landesregierung: „Es hat den Anschein, als würde sich die Population der Stare bei uns nach oben entwickelt. Es gibt aber keine aktuellen Zahlen. Wir fordern daher eine objektive Erfassung der aktuellen Bestandszahlen im Burgenland, sowie eine umfassende Untersuchung der Entwicklung der Stare- Population in den letzten Jahren“, betont der Bezirksbauernratsobmann.