Rätsel-Rallye: Mit dem Rad in die Vergangenheit. Nina Meran von Lake‘s Escape lädt mit ihrem neuen Outdoor-Escape-Rätsel zu einer „Zeitreise ins Ungewisse“ durch zehn burgenländische Gemeinden ein.

Von Klaus Zwinger. Erstellt am 27. Juni 2021 (06:41)
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Die Erfinderin von „Lake’s Escape“, Nina Meran mittig, mit Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel links und Burgenland Tourismus-Marketingleiter Markus Pfeffer rechts. Zusammen laden sie auf eine History-Bike-Escape-Tour durch die Geschichte des Burgenlandes ein.
Lake‘s Escape, Lake‘s Escape

Den Leuten das Burgenland zum 100-jährigen Jubiläum mit seiner Geschichte, Vielfalt und Gastronomie näher bringen, dabei eine sportliche Betätigung anbieten und noch dazu unterhaltsam und gleichzeitig fordernd sein - das ist der Anspruch, den Nina Meran aus Parndorf mit ihrem neuesten Rätsel von „Lake’s Escape“ an sich gestellt hat. Ausgelegt für einen ganzen Tag kommt man in der „Zeitreise ins Ungewisse“ in sechs bis acht Stunden mit dem Rad und auf einer Fähre von einem der drei möglichen Anfangspunkten (Neusiedl am See, Podersdorf am See oder Rust) der Geschichte des Burgenlandes nach und nach auf die Spur.

„Das neue Rätsel führt durch zehn Gemeinden und gibt einen Einblick in die Anfangsjahre des Burgenlandes. Gerade dass das Burgenland das jüngste Bundesland Österreichs ist und die Nähe zu Ungarn machen das Ganze sehr spannend“, führt Meran aus und meint weiter: „Geschichte muss nicht immer trocken und langweilig sein, man kann sie auch lebendig und realitätsnah vermitteln.“

Outdoor-Escape im Lockdown

Die Idee für ein Outdoor-Escape-Spiel wurde laut Meran während des ersten Lockdowns im März 2020 geboren, als die selbst von Escape-Rooms in Wien Begeisterte versuchte, dieses Konzept in abgeänderter Form ins Burgenland zu holen. Dazu bot sich der Neusiedler See förmlich an. Die erste Geschichte rund um einen vermissten Surfer spielte sich in Podersdorf am See in enger Kooperation mit dem Tourismusverband Podersdorf und den örtlichen Gastronomen ab.

„Das erste Rätsel ist eingeschlagen wie eine Bombe“, freut sich die Parndorferin. „Die Leute waren wirklich begeistert, dass es ein innovatives, kreatives Freizeitangebot in solchen Zeiten gab. Das Ziel war auch da schon, den Tourismus zu beleben und die örtlichen Betriebe einzubinden.“ In dem von ihr mit dem Schwierigkeitsgrad „eher schwer“ bezeichneten Rätsel geht es um Liebe, Intrigen, Eifersucht und Gier - alles, was einen guten Kriminalthriller ausmacht eben. Sollte es einmal zu schwer sein, kann man sich aber jederzeit einen kleinen Tipp geben lassen.

Innovationspreis Burgenland erhalten

Nicht zuletzt die Ehrung mit dem Publikumspreis des Innovationspreises Burgenland 2020 gibt der Parndorferin recht. Aufgrund der regen Nachfrage wurde im Herbst des letzten Jahres auch noch ein weiteres Rätsel auf den Weg gebracht. „Novinophobia“, die Angst, dass der Wein ausgeht, lässt die Detektive mit allen fünf Sinnen, allen voran mit Geruchs- und Geschmackssinn, einen weiteren Kriminalfall in Podersdorf aufklären. Im Winter gab es zwar kein „echtes“ neues Rätsel von „Lake‘s Escape“, Meran wollte sich aber bei ihren inzwischen gar nicht so wenigen Fans bedanken und hat deshalb zu Weihnachten ein gratis Online-Rätsel „Frostiges Delirium“ auf ihrer Homepage www.lakesescape.at erstellt.

Die Zielgruppen sind breit gefächert

Auf die Frage nach ihrer Zielgruppe meint sie: „Man könnte gar nicht sagen, dass es eine bestimmte Zielgruppe für Lake’s Escape gäbe. Wir haben abwechselnd Familien, Pensionisten, Pärchen, Fahrradgruppen, Firmen, die das Teamevent als Klausur zum Einstieg benutzen, und vor allem jetzt zum Schulschluss auch viele Schulklassen aus Gymnasium, HAK oder Pannoneum, die das jetzt als Abschlussprojekt buchen.“ Nach dem Erfolg der vergangenen Rätsel sind natürlich bereits weitere Programme im Entstehen. Genauere Informationen will Meran sich bislang jedoch nicht entlocken lassen. „Man wird sehen, was die Zukunft mit sich bringt“, meint die Parndorferin mit einem verschmitzten Lächeln. Man darf gespannt sein!