Schock! Einbrecher rüttelten an Terrassentür

Erstellt am 11. April 2022 | 05:07
Lesezeit: 3 Min
Einbrecher
Foto: NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Albaner und Rumäne nach Einbruchsversuch im Bezirk Neusiedl verurteilt. Hausbesitzer hatte sie in die Flucht geschlagen.
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Am 6. Jänner dieses Jahres war ein 53-jähriger Mann aus dem Bezirk Neusiedl gerade aus der Nachtschicht nach Hause gekommen und hatte sich schlafen gelegt, als sein Hund zu bellen begann und er ein Klopfen hörte.

Seine 14-jährige Tochter schlief noch, seine Gattin war in die Arbeit gefahren. „Ich ging hinunter“, berichtete der Familienvater. „Da sah ich jemanden auf der Terrasse, der die Türe aufbrechen wollte.“ Er habe geschrien: „Was ist das!“ Daraufhin liefen zwei vermummte Männer weg und der Hausbesitzer verständigte die Polizei.

Der Zivilcourage eines Zeugen, der mit seinem Hund zur selben Zeit Gassi ging, ist es zu verdanken, dass vorige Woche zwei Beteiligte aus der Einbrecherbande verurteilt werden konnten.

Der Hundebesitzer hatte zwei Männer davonlaufen gesehen. „Wenige Sekunden später fuhr ein Auto schnell weg“, berichtete der Zeuge. „Das war ungewöhnlich, deshalb merkte ich mir das Kennzeichen und die Automarke.“ Nach seiner gewohnten Runde war bereits die Polizei vor Ort und fragte ihn, ob er etwas Ungewöhnliches beobachtet habe. Der Zeuge konnte das Autokennzeichen nennen, wenig später wurden ein 27-jähriger Albaner und ein 30-jähriger Rumäne verhaftet.

Sie standen am Montag dieser Woche vor Gericht und bekannten sich zu dem Einbruchsdiebstahl schuldig.

Ein dritter Mann, nach dem noch gefahndet wird, war ebenfalls beteiligt gewesen.

Im Dezember 2021 hatte der Albaner bereits die Gegend ausspioniert und mögliche Einbruchsobjekte ausgekundschaftet. Am 4. Jänner quartierte sich die insgesamt vierköpfige Diebesbande in Neusiedl am See ein. Für einen einzelnen Einbruchsdiebstahl sei das relativ viel Aufwand, bemerkte Richterin Karin Lückl.

Keine Luxus-Villa für Einbruch ausgesucht

Außerdem habe sich die Bande kein besonders luxuriös wirkendes Haus ausgesucht. „Es schaut nicht wie eine Villa aus“, bestätigte der Hausbesitzer.

Durch den Einbruchsversuch mit einem Schraubenzieher war die Terrassentür beschädigt worden. Diesen Schaden in Höhe von 1800 Euro habe die Haushaltsversicherung bezahlt, so der Hausbesitzer.

Der bislang unbescholtene Albaner wurde zu 18 Monaten Haft, davon zwölf Monate bedingt, verurteilt. Sein vorbestrafter Komplize muss für zwei Jahre ins Gefängnis.

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