Rotes Kreuz droht ab Juli Zivildiener-Mangel. Erst die Hälfte der Stellen ist besetzt: Im Juli droht im Rettungsdienst ein Zivildiener-Mangel.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Mai 2020 (05:15)
Der Zivildienst sichert die Versorgung im Rettungsdienst. Nähere Infos unter www.oerk.at/zivildienst.
ÖRK/Daniel Neubauer

Derzeit ist der heimische Rettungsdienst personell gut aufgestellt, denn seit Anfang April leisten zusätzlich zu den ordentlichen Zivildienern auch viele freiwillige und „verlängerte“ außerordentliche „Zivis“ beim Roten Kreuz ihren Dienst an der Gesellschaft.

So auch auf der Bezirksstelle des Roten Kreuz Neusiedl, wo derzeit insgesamt 24 Zivildienstleistende tätig sind: 15 ordentliche und neun außerordentliche Zivildiener (davon fünf freiwillige und vier „verlängerte“).

Doch wenn Ende Juni die Corona-Sondermaßnahmen im Rettungsdienst auslaufen, droht ein Engpass: Das Rote Kreuz schlägt dieser Tage Alarm, dass erst etwa die Hälfte der Zivildienst-Stellen für den Einrücktermin Juli besetzt sind.

Neusiedl: Erst zwei Stellen sind besetzt

Laut Christian Heinrich, Zivildienst-Leiter beim Roten Kreuz, ist der Bedarf vor allem in den Bezirken Neusiedl und Mattersburg groß: „Planmäßig sollten im Juli 42 Zivildienstleistende einrücken. Aktuell sind es 23 – uns fehlt also noch knapp die Hälfte“, so Heinrich. Es bestehe aber die Hoffnung, dass sich einige junge Männer aufgrund ausfallender Maturareisen noch für den Juli-Turnus melden könnten.

Auf Nachfrage ließ Rotkreuz-Pressesprecher Tobias Mindler die BVZ wissen, dass derzeit erst zwei Zivildienststellen für Juli auf der Bezirksstelle Neusiedl fix besetzt sind – vier bis fünf weitere Zivildiener werden noch benötigt.

Wie das Rote Kreuz versichert, sei die Versorgungssicherheit auch bei einem Zivildienermangel gegeben. Wenn einige Planstellen nicht besetzt sind, könne dies meist intern durch den Einsatz von Freiwilligen oder durch Verschiebungen zwischen den Bezirksstellen kompensiert werden.

Der Zivildienst sichert die Versorgung im Rettungsdienst. Nähere Infos unter www.oerk.at/zivildienst.
ÖRK/Daniel Neubauer

„Aber wenn bei einzelnen Turnussen deutlich zu wenige Zivildienstleistende kommen, spüren wir das in den Folgemonaten, weil dann zu wenige ausgebildete Rettungssanitäter zur Verfügung stehen“, gibt Christian Heinrich zu bedenken.

Wie das Rote Kreuz weiters wissen lässt, sind derzeit auch noch vereinzelt Zivildienst-Plätze für die Einrücktermine September und Oktober frei.

Nähere Informationen unter www.oerk.at/zivildienst