Verwüstung bei Bahn: Prozess vertagt. Am Bahnsteig richtete ein 22-Jähriger großen Schaden an. Dem Strafprozess blieb er unentschuldigt fern.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 01. Juli 2021 (05:18)
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Vergeblich warteten Richterin und Staatsanwalt am Dienstagnachmittag auf jenen 22-jährigen Arbeiter aus dem Bezirk Neusiedl, der sich wegen sieben Sachbeschädigungen und vier Diebstählen vor Gericht verantworten sollte.

Der wegen ähnlicher Delikte vorbestrafte junge Mann hatte im Jänner und Februar 2021 vorwiegend in Einrichtungen der ÖBB und der Neusiedler Seebahn eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Bei der Neusiedler Seebahn ruinierte der Angeklagte am 24. Jänner die Seitenscheibe und am 29. Jänner die Wandbeleuchtung eines Wartehäuschens. Der Schaden betrug rund 700 Euro.

Am 2., 9. und 14. Februar 2021 beschädigte er in Neusiedl die Scheibe eines ÖBB-Fahrkartenautomaten.

Dabei entstand ein Schaden von rund 1.800 Euro.

Neuerlich Fahrkarten- Automat beschädigt

Am 15. Februar ließ der Angeklagte an einem weiteren Fahrkartenautomaten seine Wut aus.

Außerdem beschädigte er in Winden die Beleuchtung eines Wartehäuschens und eine Infotafel der ÖBB und verursachte somit einen Schaden in der Höhe von 727 Euro.

Zweimal stahl der 22-Jährige darüber hinaus in Zügen einen Nothammer.

Einmal brach er zu diesem Zweck sogar einen Notfallkasten auf.

In zwei Supermärkten stahl er im Jänner bzw. Februar eine Flasche Wodka und eine Flasche Wein.

Bei der Einvernahme durch die Polizei hatte sich der junge Mann zu den ihm vorgeworfenen Straftaten geständig gezeigt.

Über sein Motiv hätte er vor Gericht Auskunft geben können.

Da er dem Termin fernblieb, musste der Prozess auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Die Richterin ordnete eine Vorführung des Angeklagten durch die Polizei an.