„Jupp“ übergibt Mangalitza-Koppel in Podersdorf am See

Erstellt am 07. Mai 2022 | 05:59
Lesezeit: 2 Min
Die Beweidung des Nationalparks durch die Mangalitza-Schweine trägt wesentlich zur Biodiversität bei.
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Jahrelang prägten die Mangalitza-Schweine das Bild in Podersdorf-Karmazik, nördlich der Illmitzer Hölle. Und nicht nur dort, sondern im ganzen Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel fungieren Weidetiere wie die Mangalitza-Schweine als natürliche „Rasenmäher“. Damit sorgen sie nicht nur für bunten Artenreichtum, sondern tragen damit auch aktiv dazu bei, dass wertvolle Lebensräume erhalten bleiben. Insofern ist es natürlich auch für den Nationalpark von großem Interesse, diese Beweidung aufrecht erhalten zu können.

Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang

Nun ist für Josef „Jupp“ Waba, der mit seinen Mangalitza-Schweinen bislang die Koppel beweidete, allerdings die Zeit des wohlverdienten Ruhestandes gekommen. Die Beweidung endete aber glücklicherweise nur kurz. Denn mit Josef „Joe“ Göltl fand sich zu aller Freude jemand, der die wertvolle Tätigkeit und auch den Fortbestand der Tiere nachhaltig sicherstellen wird.

Gutmütiger Charakter und schmackhaftes Fleisch

Die Mangalitza-Schweine zeichnen sich durch ihr besonders robustes Wesen und einen gutmütigen Charakter aus. Darüber hinaus wird auch ihr äußerst schmackhaftes Fleisch geschätzt. „Zudem sind die Mangalitza-Schweine zu einem echten Besuchermagneten geworden und sind ein beliebter Ausflugsstopp“, berichtet die Podersdorfer Bürgermeisterin Michaela Wohlfart (ÖVP).

Göltls Herde ist inzwischen in der Mangalitza-Koppel eingezogen. Er selbst steckt sein Herzblut in die Haltung und Verarbeitung der Tiere. „Für mich ist artgerechte, biologische Tierhaltung eine Grundsatzentscheidung. Deshalb freue ich mich über die Möglichkeit der Zusammenarbeit.“ Auch Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner freut sich über die Zusammenarbeit und meint: „Das ist Biodiversität, die man sieht und letztendlich auch schmeckt!“

Göltl hält bereits seit 1999 Schweine in Freilandhaltung und hat seinen Betrieb vor inzwischen drei Jahren auf „Bio“ umgestellt. Produkte daraus sind in seinem Hofladen in der Frauenkirchener Kanalgasse erhältlich.

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