Verteidigungsministerium: „Mit Angehörigen in Kontakt“. Mit Anfang Dezember wird das Gesamtergebnis der Untersuchungen erwartet.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 20. November 2018 (01:00)
Das „Girls’s Camp“, das für eine Karriere beim Heer hätte werben sollen, endete mit einem tragischen Bootsunfall.
APA/Harald Schneider

Anfang September nahm das Schnupperwochenende des Bundesheeres, das „Girl’s Camp“, einen dramatischen Ausgang: Ein Bundesheer-Boot mit fünf Soldaten und acht Mädchen kenterte. Die Passagiere fielen ins Wasser. Zwei junge Frauen (18 und 22) mussten reanimiert werden. Bis dato benötigen beide medizinische Betreuung.

Verteidigungsministeriumssprecher Michael Bauer: „Kümmern uns um sozialrechtliche Absicherung der Betroffenen.“
Lechner

Die Untersuchungen zur Unfallursache laufen noch immer. „Ein Gesamtergebnis wird voraussichtlich Anfang Dezember erwartet. Es gibt erste Zwischenergebnisse, aber es wäre unseriös, hier vorab eine Angabe zu machen“, sagt Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums. Er verweist darauf, „dass eine rasche Aufklärung der Vorgänge, die zu diesem dramatischen Unfall führten, absolut im Interesse des Bundesheeres“ stünde.

Es ist eine Reihe an Experten aus verschiedensten Fachbereichen, die sich mit der Aufarbeitung beschäftigt, darunter das Amt für Rüstung und Wehrtechnik, die Disziplinarabteilung des Bundesheeres, das Militärkommando Niederösterreich sowie externe Gutachter der technischen Universität Graz.

Zum gesundheitlichen Zustand der Verunfallten darf Bauer sich weiter auf Wunsch der Familien der Betroffenen nicht äußern. Dennoch ist ihm wichtig zu betonen, dass „wir natürlich in Kontakt mit den Angehörigen sind. Das Bundesheer kümmert sich um die sozialrechtliche Absicherung wie Bezahlung von Spitals- und weiteren Behandlungskosten der Verunfallten. Ebenso erfahren die Angehörigen bei Bedarf psychische Unterstützung durch die Bundesheerpsychologen“.