Gold-Brot von Andauerin. Mit glutenfreien Rezepten punktete Ria Lang nach 2020 auch heuer wieder vor allem in der Kategorie Innovation.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 26. August 2021 (04:30)
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Zu den innovativsten Brotbäckerinnen des Neusiedler Bezirks gehört zweifelsohne die Andauerin Ria Lang. Bei der länderübergreifenden Brotprämierung der Landwirtschaftskammer Steiermark holte sie gleich drei Goldmedaillen.

70 Newcomerinnen und etablierte Brotbäuerinnen aus der Steiermark und dem Burgenland stellten sich einer 24-köpfigen Fachjury, die insgesamt über 200 Brote bewertete.

Mit Goldmedaillen zeichneten die Experten Langs Brotrezepte in der Kategorie „Innovation“ aus: Ihre glutenfreien Rezepte für einen hellen Wecken auf Weißbrotart und ein Buchweizen-Kichererbsen-Mischbrot kamen bei der Jury genauso gut an wie das hefefreie Ruck-Zuck-Weckerl mit Sorghum, das in der Kategorie „Gesundes Schuljausengebäck“ ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde. Zum Drüberstreuen gab es für die Andauerin noch zwei Silbermedaillen.

Ihre Begeisterung für Lebensmittel rührt bereits aus ihrer Kindheit. „In einer Landwirtschaft mit Obst, Gemüse und Getreide aufgewachsen habe ich mich im Laufe der Zeit immer mehr für das Thema Essen und Trinken interessiert und mich vertiefend bis hin zur angewandten Ernährungsmedizin damit beschäftigt. Immer mit Leidenschaft für Kochen, Backen und etwas Schönes entstehen zu lassen“, schreibt die Diätologin auf ihrem Blog mit dem Namen mein-hungriges-herz.com. Dass sie sich auf glutenfreie Rezepte spezialisiert hat, hat wohl auch mit ihrer eigenen Biografie zu tun. Eine Weizenallergie stelle selbst sie als Ernährungsexpertin vor so manche Herausforderungen, schreibt sie.

Optik, Kaubarkeit, Kruste und Geschmack

Bei der strengen Expertenjury konnte sie jedenfalls punkten. Diese testete und beurteilte die eingereichten Brote nach über 80 Prüfkriterien. „Unsere langjährige Erfahrung mit dem Bewertungssystem und die unglaublich vielen sensorischen Erfahrungen lassen unsere Verkoster zu wahren Brotexperten werden“, erklärte Eva Lipp, Organisatorin Brotprämierung, die verantwortungsvolle Aufgabe der Jury. Bei der Beurteilung gehe es um das optische Erscheinungsbild des ganzen Brotes, um eine gleichmäßige Krume, um die Kaubarkeit und vor allem um den Geschmack, der in der Bewertung den höchsten Gewichtungsfaktor hat.

„Brotbacken ist eines der ältesten Handwerke und gelebte Regionalität unserer Bäuerinnen und Bauern. Vor allem die Coronakrise hat uns vor Augen geführt, wie wichtig die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln ist. Konsumenten schätzen immer mehr den Wert dieser regional hergestellten Lebensmittel“, würdigt Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich die Leistungen.