Alexander Wessely: Ein Pfarrer als Schauspieler. Der Militärdekan des Burgenlandes, Alexander Wessely, stand an seinem 45. Geburtstag auf der Bühne des Stadttheaters.

Von Josef Rittler. Erstellt am 02. Juli 2018 (06:50)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Alexander Wessely als „Requisiteur“ im Stadttheater.
Rittler

Er ist Theaterrequisiteur und heißt Josef Bieder. Er hat echtes Theaterblut in den Adern und kann einiges über die Herstellung von Bühnenblut, und wie Brombeersaft dabei eingesetzt wird, erzählen. Ein Fehler des Theaterdisponenten führt dazu, dass sich Bieder an einem Schließtag unvermittelt einem bis auf den letzten Platz besetzten Zuschauerraum gegenüber sieht. Nach kurzer Irritation überspielt er die Konfrontation mit dem Publikum und erzählt aus seinem Leben.

Basierend auf dem Otto Schenk-Stück „Die Sternstunde des Josef Bieder“ stand der Militärdekan des Burgenlandes, Alexander Wessely, als „Der Requisiteur“ auf der Bühne des Brucker Stadttheaters. Wessely feierte genau an diesem Tag seinen 45. Geburtstag.

Gratulation zum 45er (im Bild v. l.): Wessely bekam nach der Vorstellung von Heinz und Monika Cekada eine Geburtstagstorte überreicht.
NOEN

„Ich begehe alle runden und halbrunden Geburtstage mit einem Auftritt“, erklärt Wessely, der vor Kurzem in der Erbse in Bruckneudorf als „Herr Karl“ zu sehen war.

Sonst spielt der theaterbegeisterte Priester meist in Pfarren oder auch vor Soldaten im Auslandseinsatz, als Ergänzung zur seelsorglichen Betreuung.

Als „Requisiteur“ bescherte er dem Publikum einen unterhaltsamen Abend mit vielen Pointen („Wenn ich tot bin, schickt meine Asche ans Finanzamt: Das ist der Rest, jetzt habt ihr alles“). Mit einigem Körpereinsatz schildert er die Begebenheiten im Theater und im Privatleben, und tanzt sogar als Dagmar-Koller-Imitation. Es gab viel Applaus und zum Abschluss natürlich eine Geburtstagstorte.