Trotz Konkurs: Harrachkeller bleibt offen. Insolvenzverfahren über Brucker Traditions-Gasthaus eröffnet. Ursachen für finanziellen Engpass vorerst unklar.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 23. August 2019 (16:33)
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Acht Arbeitnehmer wären von einer möglichen Schließung des Harrachkellers betroffen. Doch dieser Worst-Case ist laut Inhaberin Gabriele Zengerer derzeit noch kein Thema. Das Lokal bleibt wie gehabt geöffnet, trotz eines mit heute Donnerstag eröffneten Konkursverfahrens vor dem Landesgericht Korneuburg.

Gläubiger können sich bis 2. Oktober beim KSV1870 melden

Zu den näheren Gründen der Insolvenz will Zengerer vorerst nichts sagen. Auch beim Kreditschutzverband KSV1870 sieht man sich nicht in der Lage, Ursachen zu benennen. Man hält lediglich in einer Aussendung fest, dass in den vergangenen Jahren Umsätze von rund 400.000 Euro erwirtschaftet wurden. Aber: "Ein konkreter Vermögensstatus liegt derzeit noch nicht vor", erklärt Insolvenzexpertin Brigitte Dostal.

Der KSV1870 ruft jedenfalls potenzielle Gläubiger auf, ihre Forderungen beim Kreditschutzverband anzumelden. Das ist bis 2. Oktober per Mail an ins.team.noeb@ksv.at möglich. Masseverwalterin ist die Wiener Rechtsanwältin Andrea Eisner.

Der "Harrach Keller Schloss Prugg", wie das Unternehmen im Wortlaut heißt, umfasst das Lokal mit rund 200 Sitzplätzen sowie einen Gastgarten mit noch einmal rund 150 Sitzplätzen.