Jung-Unternehmer mit Herz für Region

Der Bruckneudorfer Lukas Eder verkauft in seinem Geschäft in Bruck an der Leitha eigene Produkte und jene anderer Bauern.

Erstellt am 24. Januar 2021 | 03:45
440_0008_8009610_gre03sb_jedermanns_laden_lukas_eder.jpg
Lukas Eder in seinem „jEDERmanns Laden“, in dem das regionale Sortiment noch ausgebaut werden soll.
Foto: Müller

In der Alten Wienerstraße in Bruck entwickelt sich ein kleines Mekka für Bio-Freunde. Neben dem Biosnack-Produzenten hat sich nun auf dem Grundstück der Familie Murlasits nicht nur ein Hansag-Hofladen angesiedelt, sondern neuerdings findet man dort auch „jEDERmanns Laden“.

Hinter dem Namen verbirgt sich Lukas Eder. Der erst 22-Jährige hat nach dem Bundesheer seine berufliche Heimat im Landwirtschaftsbetrieb seiner Tante und seines Onkels gefunden. Und damit auch seine Leidenschaft. So baut der junge Bruckneudorfer derzeit selbst Safran und andere Gewürze an. „Für Landwirte wird es immer wichtiger, ihre Produkte auch selbst zu vermarkten“, weiß Eder. Allerdings sei es für viele schwierig, nach einem ganzen Arbeitstag auch noch Zeit und Energie für einen Hofladen aufzubringen. Und da kommt Eder ins Spiel.

Sein Ziel ist es, qualitativ hochwertige Bio-Produkte aus der Region anzubieten. „Wir haben so viele tolle Produkte in der Region. Es kann nicht sein, dass die bei uns keiner vermarktet“, so Eder, der dafür schon mit einigen regionalen Bauern zusammenarbeitet. Von Nudeln über Säfte, Wein und Eier bis hin zu Fleisch. Geschenkkörbe werden auf Wunsch zusammengestellt. Außerdem im Angebot hat er auch glutenfreie Produkte.

Laden soll Dachterrasse auch noch bekommen

„Ich habe mitbekommen, dass manche Leute sich glutenfreie Lebensmittel bei Amazon bestellen. Das muss wirklich nicht sein, so wie wir in der Region aufgestellt sind“, so Eder. Einzig Gemüse hat er nicht im Sortiment, um dem benachbarten Hansag Food Laden keine Konkurrenz zu machen.

Keine Konkurrenz zu Hansag Food

„Wenn es weitere Bauern gibt, die mit uns zusammenarbeiten wollen, gerne. Wir sind für alles offen“, so Eder. Er lege sich auch nicht darauf fest, dass es unbedingt bio sein müsse. Regionale gute Qualität sei das wichtigste Kriterium für ihn.

Derzeit erstreckt sich das Angebot in „jEDERmanns Laden“ vorwiegend auf den Lebensmittelsektor. „Langfristig wollen wir zum Beispiel auch Bio-Reinigungsmittel anbieten. Aber wir fangen einmal klein an“, sagt Eder. Für die Zukunft sei auch noch geplant, den Container, in dem sich sein Hofladen befindet, mit Holz zu verkleiden und mit einer Dachterrasse zu versehen. Dort sollen dann in einer Zeit nach der Pandemie etwa auch Weinverkostungen stattfinden. „Wenn, dann muss alles passen. Ich wollte auch keine Plastikregale“, verweist Eder auf die Holzkisten-Regale, die er anfertigen ließ.

„Mir ist wichtig, dass Bio-Qualität auch für die breite Masse zugänglich ist“, will Eder auch bei der Preisgestaltung darauf achten, dass die Produkte nicht zu teuer sind. „Wir wollen der Region auch etwas zurückgeben. Es soll für alle passen, für den Produzenten, den Kunden und für uns als Zwischenhändler“, so Eder.

Großes Vorbild sei für ihn die Firma Sonnentor. Von den Produkten bis zum Umgang mit den Mitarbeitern – „so sollte der Standard sein“, meint Eder.