Flüchtlings-Container als Soldatenquartier. Die leer stehenden Wohnboxen für 80 Flüchtlinge werden nun als Ausweichquartiere für Soldaten adaptiert.

Von Otto Havelka. Erstellt am 14. Februar 2018 (10:06)
Havelka
Die Flüchtlingscontainer werden überdacht, um als Ausweichquartier für Soldaten zu dienen.

Seit gut einer Woche sorgen Dachdecker für wilde Spekulationen: Die vor rund zwei Jahren in der Lagerstraße errichteten und seit mehr als einem Jahr leer stehenden Container für Flüchtlinge werden nun überdacht, und das nährt die Gerüchte, dass wieder Asylwerber ins Containerdorf einziehen könnten.

"Zwei Jahre lang als Ausweichquartier"

Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Militärkommando Burgenland, Wolfgang Gröbming, bringt Licht in den Spekulationsnebel: Wie die BVZ bereits berichtete, dienen die ehemaligen Asylantencontainer nun „zwei Jahre lang als Ausweichquartier für Soldaten des Assistenzeinsatzes“. In der Zwischenzeit sollen Bauten für die Unterkunft der Soldaten in der Kaserne restauriert werden.

Pikanterie am Rande: Das Grundstück gehört zum Areal der Benedek-Kaserne in Bruckneudorf. Die Container gehören dem Innenministerium.

Laut Gröbming gibt es im Vertrag zwischen dem Heer und dem Innenministerium eine Klausel, dass das Heer binnen drei Monaten die Container wieder räumen muss, wenn das Innenministerium Bedarf anmeldet.

Zumindest in Sachen Asylwerber scheint das aber unwahrscheinlich, zumal laufend Flüchtlingsquartiere wegen zu geringen Bedarfs geschlossen werden.

In weite Ferne ist damit aber der Plan von SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker gerückt, der das Heeresareal in der Lagerstraße gerne für eine Ausweitung des Bauhofes gehabt hätte.