Thomas Poller (FPÖ) gibt Ämter ab. Thomas Poller tritt überraschend als FP-Gemeinderat und als Feuerwehrkommandant in Kaisersteinbruch zurück.

Von Otto Havelka. Erstellt am 30. März 2018 (05:00)
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Thomas Poller, Feuerwehrkommandant und FP-Gemeinderat, zieht sich „aus familiären Gründen“zurrück.
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Die Kunde verbreitete sich am vergangenen Donnerstag wie ein Lauffeuer: Thomas Poller legt mit Ende des Monats seine Funktion als Feuerwehrkommandant Kaisersteinbruch zurück und scheidet gleichzeitig als FP-Vertreter und Vorsitzender des Prüfungsausschusses aus dem Bruckneudorfer Gemeinderat aus.

Rückzug "aus familiären Gründen"

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FP-Gemeindeparteiobmann Mario Jaksch: Müssen uns neu aufstellen.“
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Der doppelte Rückzug erfolge „aus familiären Gründen. Mehr will ich dazu nicht sagen“, so Poller.

Bei der Feuerwehr übernimmt Pollers Stellvertreter Roman Kurtz vorerst das Kommando. Heißer Kandidat für die Nachfolge Pollers ist ausgerechnet sein Vorgänger Ronald Urban, der zuletzt als Jugendbetreuer zehn Jugendliche in den aktiven Dienst überführte.

SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker will sich in die Personaldiskussion der Feuerwehr aber „nicht einmischen“.

Jaksch: "Müssen uns jetzt neu aufstellen"

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SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker: „Wir brauchen ein funktionierende Interimslösung für die Feuerwehr.“
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„Überraschend“ kam Pollers Rückzug auch für FP-Gemeindeparteiobmann Mario Jaksch. Er muss nun gleich die halbe Parteiriege im Gemeinderat neu besetzen. Denn mit 1. April legt auch Martin Schwarzinger aus beruflichen Gründen sein Gemeinderatsmandat zurück. „Wir müssen uns jetzt neu aufstellen“, trägt Jaksch den Aderlass mit Fassung. „Aber das macht uns keine Sorgen. Wir haben genug Kandidaten.“

Mit Poller scheidet jedenfalls eine der schillerndsten Polit-Figuren der Gemeinde aus dem öffentlichen Leben. Der ehemalige SP-Gemeinderat wechselte vor Jahren zum Team Stronach und war für dieses auch als Gemeinderat tätig.

Bei der Gemeinderatswahl im Vorjahr kandidierte er für die FP und schaffte aufgrund der Vorzugsstimmen neuerlich den Einzug in den Gemeinderat.