Vertrag für neue Volksschule fixiert

Der Gemeinderat segnete die Einrichtung einer Volksschule in der denkmalgeschützten „erbse“ ab.

Otto Havelka Erstellt am 27. Dezember 2020 | 03:58
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So soll in Zukunft das „erbse“-Areal mit der neuen Volksschule aussehen.
Foto: pumar.at

„Es ist ein historischer Tag für unsere Gemeinde“, sagte SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker, nachdem am vergangenen Donnerstag der Vertrag mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) über die Errichtung der ersten Volksschule im Ort vom Gemeinderat abgesegnet wurde.

Die Einrichtung der Volksschule mit zwölf Klassen im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen k.u.k. Erbsenschälfabrik gilt landesweit als Vorzeigeprojekt. Deshalb sagte auch das Bundesdenkmalamt vor Kurzem eine Förderung des Projektes in der Höhe von 680.000 Euro zu.

„Ein historischer Tag für unsere Gemeinde.“Gerhard Dreiszker,SP-Bürgermeister Bruckneudorf

Unterm Strich ist das dennoch kaum mehr als ein angenehmes finanzielles Trostpflaster. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 14 Millionen Euro. Inkludiert sind darin nicht nur die Volks- und eine Musikschule, sondern auch ein Multifunktions-Sportplatz, die Gestaltung des Hauptplatzes, auf dem zwei weitere Wohnhäuser errichtet werden sollen sowie ein eigener Zugang für Fußgänger und Radfahrer von der Lagerstraße.

Für Einrichtungen in der Schule muss die Gemeinde zusätzlich noch etwa 280.000 Euro hinblättern.

Die Fertigstellung der neuen Volksschule ist für Mai 2022 geplant. Mit dem Schuljahr 2022/23 sollen vorerst acht Klassen in Betrieb genommen werden. Finanziert wird das Projekt von der OSG. Mit der Gemeinde wurde eine Kaufmiete – ähnlich einem Leasingvertrag – vereinbart: Die Gemeinde zahlt auf unbestimmte Zeit pro Monat rund 23.000 Euro an die OSG, könnte die Volksschule aber nach fünf Jahren auch kaufen. Das ist freilich Theorie, denn dafür bräuchte die Gemeinde ein paar Lotto-Sechser auf dem Konto.

Mit dem Start der Volksschule erspart sich die Gemeinde aber auch Geld. Bislang zahlt Bruckneudorf jährlich rund 240.000 Euro an Bruck für Kinder aus der Gemeinde, die in der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt die Schule besuchen. Dieser Kostenbeitrag soll dann für Erhaltungskosten der eigenen Volksschule verwendet werden.