Tote Trappe in Deutsch Jahrndorf: "Verkehr schadet auch der Natur"

Erstellt am 05. Mai 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
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Tote Großtrappe. Um solch traurige Schicksale in Zukunft zu verhindern und auch generell die Verkehrssicherheit vor Ort zu erhöhen, möchte die Gemeinde mobile Radargeräte anmieten.
Foto: Bachmann
Trauriger Fund: Bürgermeister Gerhard Bachmann fand eine tote Großtrappe.
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Seit der Fertigstellung der Fahrbahn zwischen Deutsch Jahrndorf und der ungarischen Staatsgrenze (L202) im Jahr 2019 sind die Einwohner mit einer massiven Steigerung des Verkehrsaufkommens konfrontiert (die BVZ hat berichtet). Doch nicht nur der Mensch hat mit den einhergehenden Folgen zu kämpfen, auch die Natur leidet enorm unter den zum Teil rücksichtslosen Autofahrern.

„Hier muss sich etwas ändern“

Bürgermeister Gerhard Bachmann berichtet im Gespräch mit der BVZ von seinem traurigen Fund am Sonntagmorgen: „Bei meiner morgendlichen Runde habe ich eine tote Großtrappe mitten auf der L202 gefunden. Meine Entdeckung habe ich dann natürlich sofort der Polizei und dem Artenschützer Dr. Rainer Raab gemeldet. Insgesamt haben wir heuer auch schon 17 tote Rehe gefunden. Von Hasen spreche ich gar nicht. Diese traurige Statistik spricht für sich. Hier muss sich etwas ändern“, betont der Ortschef. Das Land Burgenland habe kürzlich eine Zählung beziehungsweise eine Kennzeichen-Erhebung am Grenzübergang durchgeführt. Diese werde in den nächsten Wochen ausgewertet und analysiert. Weitere Schritte vonseiten der Landesregierung sind geplant.

„Das Problem ist auch, dass die Straße schnurgerade verläuft, ohne enge Kurven. Das verleitet dazu, das Tempolimit - 50 km/h - weit zu überschreiten. Die Autos rasen über die Straße. Daher fordern wir erstens, dass die Geschwindigkeit durch Kontrollen gedrosselt und zweitens auf regionalen Grenzverkehr reduziert wird - Übertritt nur für Tagespendler und jene, die auch in der Region wohnen.“

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