Aufruf: Blutkonserven werden knapp. Die Lagerstände sind niedrig, das Rote Kreuz bittet aktuell verstärkt um Blutspenden, um gut durch den Sommer zu kommen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Juni 2021 (05:49)
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In Kemeten wurde eifrig Blut gespendet.
ÖRK / Landesverband Burgenland , ÖRK / Landesverband Burgenland

Durch die Lockerungen, die bevorstehende Reisezeit und die wärmeren Temperaturen befürchtet das Rote Kreuz einen Rückgang bei den lebenswichtigen Blutspenden. Gleichzeitig ist der Bedarf ungebrochen hoch, viele Spitäler holen derzeit Operationen nach. Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt. Diese sind jedoch maximal 42 Tage haltbar, was eine langfristige Planung nötig macht. Nur 3,4 Prozent der spendefähigen Bevölkerung in Österreich spenden Blut.

„Bitte kommen Sie Blutspenden, damit wir Patientinnen und Patienten auch im Sommer weiter gut versorgen können“, sagt Österreichs Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer.

Ob nach einem Unfall, bei der Geburt aufgrund einer schweren Krankheit – jeden Tag werden in Österreich fast 1.000 Blutkonserven gebraucht. Blut ist ein wichtiges Notfallmedikament und kann nicht künstlich hergestellt werden. Im Vorjahr spendeten rund 212.000 Personen beim Roten Kreuz Blut, insgesamt wurden rund 333.000 Blutkonserven abgenommen.

Blutspenden dürfen Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die gewisse gesundheitliche und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen. „Gerade jetzt ist wichtig zu wissen: Auch Genesene und Geimpfte können nach einer kurzen Wartefrist Blutspenden“, sagt Dr. Ursula Kreil, Leiterin der Abnahme in der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Nach einer Coronaschutzimpfung muss zwei Tage vor einer Blutspende pausiert werden, falls Impfreaktionen wie Fieber auftreten eine Woche.

Bei einer durchgemachten Coviderkrankung ist generell eine vierwöchige Pause vom Blutspenden einzuhalten.

Alle Informationen zur Blutspende unter:

www.blut.at

www.gibdeinbestes.at