Neuer Zeitplan für A4-Ausbau. Die ASFINAG hält an ihren Plänen für die Ostautobahn fest: Ab 2022 soll es drei Spuren bis Bruck West geben.

Von Paul Haider. Erstellt am 14. Mai 2020 (04:34)
Es geht weiter. Unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wird nun wieder am dreispurigen Ausbau der Ostautobahn gearbeitet.
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Mitte April sind die Sanierungs- und Ausbauprojekte der ASFINAG unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wieder angelaufen.

Auch auf der Baustelle auf der A4 wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Die einmonatige Pause infolge der Corona-Maßnahmen führte aber dazu, dass der Zeitplan für den dreispurigen Ausbau der Ostautobahn verändert werden musste.

ASFINAG-Pressesprecherin Alexandra Vucsina-Valla ließ auf Anfrage der BVZ wissen: „Aufgrund der Corona-Krise ist es bei den derzeitigen Maßnahmen zu Verzögerungen gekommen. Wir arbeiten zurzeit daran, den Bauzeitplan für das Jahr 2020 so zu adaptieren, dass das für dieses Jahr vorgesehene Bauprogramm noch umgesetzt werden kann und wir damit wieder im geplanten Zeitablauf sind.“

Die Freigabe der drei Spuren am Streckenabschnitt Fischamend bis Bruck an der Leitha West solle aus jetziger Sicht, wie auch bisher geplant, 2022 erfolgen.

„Es werden aber auch Szenarien ausgearbeitet, falls die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine längere Verzögerung verursachen“, gibt Alexandra Vucsina-Valla einen Einblick in die langfristigen Planungen der ASFINAG.

Der Termin für den Baustart des dreispurigen Ausbaus der A4 zwischen Bruck West bis Neusiedl am See bleibt derzeit unverändert und soll im Jahr 2023 erfolgen.

Römische Gräber:

Grabungen bei Parndorf

Erste Arbeiten im Streckenbereich auf burgenländischer Seite finden aber bereits jetzt statt. Derzeit werden archäologische Untersuchungen durchgeführt, um das Baufeld rechtzeitig freigeben zu können. Bei Parndorf wurden zuletzt römische Fundstücke untersucht.

„Bereits im Jahr 2015 wurde im Projektabschnitt eine archäologische Voruntersuchung durchgeführt, welche Fundstellen beziehungsweise Verdachtsflächen römischer Gräber und Siedlungsfelder identifizierte. Aufgrund dieser Befunde sind nun archäologische Grabungen gemäß den Richtlinien des Bundesdenkmalamtes durchzuführen. Diese wurden bereits gestartet und können voraussichtlich mit Oktober 2021 abgeschlossen werden“, erklärt ASFINAG- Sprecherin Vucsina-Valla.