Klimawandel bei Neusiedler Schulprojekten im Fokus. Ein Jahr lang beschäftigte sich der dritte Jahrgang des Neusiedler Pannoneums mit Fragen zum Klimaschutz, alternativen Energien, Regionalität, Saisonalität und Bio.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 05. Dezember 2019 (05:09)
Großer Jubel im Neusiedler Pannoneum. Zum achten Mal suchte die BVZ unter dem Motto „Unsere Zukunft“ innovative Schul-oder Klassenprojekte mit nachhaltiger Wirkung. Mit ihrem Engagement für den Klimawandel punkteten heuer die Schülerinnen und Schüler der 3AW und 3CW.
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Das Pannoneum in Neusiedl am See ist eine Schule, die stets nahe am Zeitgeist unterrichtet, Trends erkennt und ihren Schülern vermittelt. Klima - und Umweltschutz ist seit Jahren ein Thema im Bildungsangebot, im vergangenen Schuljahr tauchte der dritte Jahrgang aber ganz besonders intensiv in diese Materie ein. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler überzeugte die Jury: Der BVZ-Martinipreis in der Kategorie „Unsere Zukunft“ ging dieses Jahr ins Pannoneum.

Die Jugendlichen der 3AW und 3CW der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe beschäftigten sich im Schuljahr 2018/19 gleich in zwei Projekten mit der Thematik Klimawandel und alternative Energien.

„Wer morgen noch in einer intakten Umwelt leben will, muss heute schon daran denken.“Direktorin Alexandra Laminger im Rahmen der Martini-Preisverleihung

Im schulübergreifenden Projekt „LEBENS.mittel.PUNKT“ der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Neusiedler See-Seewinkel arbeitete die 3AW aktiv im Schwerpunkt „Alternative Energien und Energiedetektive“ am Energieverbrauch der Schule und führte Messungen durch. In „Konsum, Lebensstil und Ernährung“ standen die Themen „Ressourcenschonender Umgang mit Rohstoffen“, „Bio-Lebensmittel“, „Fair Trade“ und die Analyse verwendeter Lebensmittel am Programm. Exkursionen zum Windpark in Weiden, Bio Binder in St. Andrä und Solavolta in St. Margarethen rundeten die theoretischen Aufarbeitungen praktisch ab.

Im zweiten Projekt – „Energie-Wenden“ – der 3CW wurde die Bedeutung des Umstieges auf die erneuerbaren Energien für unsere Umwelt und unser Klima besonders in den Vordergrund gestellt. Der Energieverbrauch der Bildungseinrichtung sowie die Bedeutung der Solarenergie als Energiequelle für die Schule wurden dabei von den Schülerinnen und Schülern untersucht.

Bewusstseinsbildung für alle Generationen

Ein Höhepunkt des Schuljahres sowohl für Lehrer als auch Schüler war der Vortrag der bekannten Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, der bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern wesentlich zur Bewusstseinsbildung im Energie- und Klimaschutzkontext beitrug.

Wesentlicher Teil des gesamten Projektes war es, Gelerntes auch weiterzugeben und so zur Bewusstseinsbildung im Hinblick auf Klimawandel und Energieressourcen beizutragen. Am Tag der offenen Tür schlüpften die Jugendlichen des Pannoneums in die Lehrerrolle: In vorbereiteten Workshops vermittelten sie den Volksschulkindern der Tabor- und der Klosterschule spielerisch Wissenswertes zur Energie im Alltag, dem Klimawandel und zum Umweltschutz.

Am Ende des Schuljahres luden die Schülerinnen und Schüler zur Präsentation ihrer Ergebnisse ins Pannoneum ein. Dieses „Green Event“ wurde unter Berücksichtigung der Vorgaben für nachhaltige Veranstaltungen organisiert. Am Buffet gab es etwa nur regionalen und saisonalen Produkte zu verkosten. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit für Probefahrten mit Elektroautos und im Repair-Café wurden Elektrogeräte, Schuhe und Kleidungsstücke repariert.

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