A6: Quartier in Potzneusiedl abgebaut

Das, 2015 errichtete, Flüchtlingslager an der A6 wurde kürzlich geräumt. Über 13.000 Personen wurden vor Ort betreut.

Erstellt am 31. Mai 2017 | 06:09
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Leer geräumt. Bis vor wenigen Wochen standen hier über 50 Container für die Rundumbetreuung Schutz suchender Flüchtlinge. Der Parkplatz an der Autobahn ist wieder öffentlich zugänglich.
Foto: zVg

Das umstrittene Containerdorf unweit der Grenzgemeinde ist Geschichte. Was ursprünglich nur für die Dauer eines halben Jahres vorgesehen war, wurde nach der Stilllegung im vergangenen Sommer nun dem Erdboden gleich gemacht.

Über 13.000 Personen passierten das Lager

Als der Flüchtlingsstrom im Herbst 2015 über Österreich hereinbrach, spielten sich in den Grenzregionen unseres Landes unglaubliche Szenen ab. Rasches Handeln vonseiten der Landesbehörden war damals gefragt, um dem enormen Ansturm Herr zu werden. Und so wurde ein Parkplatz an der Nordost-Autobahn A6 kurzerhand zum Flüchtlingslager umfunktioniert – das erste seiner Art.

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Ein halbes Jahr lang sollte das Containerdorf mit insgesamt 51 Einheiten als Unterkunft für anfänglich rund 80 Asylwerber dienen. Über 13.000 Personen haben das, vom Arbeitersamariterbund sowie dem Bundesministerium für Inneres betreute Lager bis dato passiert, und obwohl das Dorf samt Wohn-, Sanitäts-, Aufenthalts- sowie Betreuungscontainer im Juli des vergangenen Jahres geschlossen wurde, blieb das Konstrukt an Ort und Stelle weiterhin bestehen. Um das Zentrum im Bedarfsfall wieder unverzüglich aktivieren zu können.

„Da das Containerdorf nun seit Längerem stillsteht und auch künftig nicht mehr benötigt wird, wurde die Außenstelle im April aufgelassen und kurz darauf abgebaut“ erzählt Bürgermeister Franz Werdenich.