Das Rote Kreuz versorgt Ausreisende in Potzneusiedl. Bis 21 Uhr ist die Grenze nach Ungarn beim Grenzübergang Nickelsdorf geschlossen. Bis zur Öffnung der Grenze werden die Ausreisenden am Rastplatz Potzneusiedl vom Roten Kreuz versorgt.

Von Paul Haider. Erstellt am 19. März 2020 (18:17)
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Deutlich ruhiger hat sich die Lage auf der Autobahn A4 am heutigen Donnerstag dargestellt. Um lange Staus wie in den vergangenen Tagen zu vermeiden, leitet die Polizei nun am Autobahnknoten Bruckneudorf alle Fahrzeuge, die kein österreichisches oder ungarisches Kennzeichen haben, auf die A6-Autobahnraststätte Potzneusiedl um.

Hier können die Durchreisenden auf die Öffnung des Grenzkorridors um 21 Uhr warten. Sanitäre Einrichtungen sind mit der Asfinag- Infrastrukturzeile vor Ort ausreichend vorhanden, und das Rote Kreuz kümmert sich um die Versorgung der wartenden Menschen mit Wasser und Lebensmitteln.

"Leute sind gut drauf"

Rotkreuz- Pressesprecher Tobias Mindler hat der BVZ vom Einsatz am Donnerstag berichtet: „Es waren elf Mitarbeiter mit fünf Fahrzeugen vom Roten Kreuz Neusiedl und Kollegen aus Wien mit der Versorgungseinheit vor Ort. Heute war es wesentlich ruhiger als gestern, es sind viel weniger Reisende unterwegs und die Leute sind gut drauf. Mit der Infrastruktur auf der Autobahnraststätte funktioniert auch das Crowd- Management sehr gut. Es wurden 350 Kalt- und 350 Warm-Gerichte vorbereitet, 2.500 Flaschen Getränke wurden ebenfalls angeliefert. Bis jetzt hat es keine medizinischen Einsätze gegeben.“ 

Danach gefragt, ob das „Zwischenlager“ in Potzneusiedl auch in den kommenden Tagen bestehen bleibt, antwortet Mindler: „Wir wurden heute vormittag von der Polizei angefordert. Dieser Betreuungseinsatz und der Ablauf waren nicht geplant und wir wissen nicht, wie es morgen sein wird. Wir gehen aber davon aus, dass morgen wieder etwas zu sein wird.“