Erneut kilometerlanger Stau vor Grenze in Nickelsdorf. Die ungarische Grenzsperre hat am Grenzübergang in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) Mittwochfrüh erneut für Probleme gesorgt.

Von APA / BVZ.at. Update am 18. März 2020 (08:02)
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Böhm-Ritter

Nachdem Ungarn die Grenze um 5.00 Uhr wieder geschlossen hat, bildeten sich auf der Ostautobahn (A4) ein 28 Kilometer langer Lkw- und ein 14 Kilometer langer Pkw-Stau. Derzeit gebe es keine Abfertigung, sagte ein Polizeisprecher Mittwochfrüh gegenüber der APA.

Sowohl die Einreise nach Österreich als auch die Ausreise nach Ungarn waren damit vorerst nicht möglich. Laut "ORF Burgenland" blockierten erneut wartende Menschen den Grenzübergang. Prinzipiell sei der starke Zustrom der Hauptgrund für den Stau, hieß es vonseiten der Polizei. Der Korridor in der Nacht sei aufgrund des Zustroms zu gering gewesen.

Die Grenze sei, wie angekündigt, von 21.00 Uhr bis Mitternacht für bulgarische Staatsbürger und bis 5.00 Uhr für rumänische Staatsbürger geöffnet gewesen. Der Großteil der Menschen, die am Dienstag im Stau ausgeharrt hatten, sei wohl auch über die Grenze gekommen, so der Polizeisprecher. Allerdings seien auch Pkw-Lenker aus anderen Ländern im Stau gestanden, die nicht nach Ungarn einreisen durften.

Diese Lenker, die etwa aus der Ukraine oder Serbien stammen, wurden laut "ORF Burgenland" von der Autobahn abgeleitet. Für sie sei ein provisorisches Camp errichtet worden. Mittlerweile dürfen wieder nur ungarische Staatsbürger und der Güterverkehr die Grenze passieren.