FPÖ Burgenland warnt vor "Coronafalle" in Nickelsdorf. Angesichts des Dutzende Kilometer langen Staus vor der ungarischen Grenze bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) hat die FPÖ Burgenland die Bundesregierung am Mittwoch zum sofortigen Handeln aufgerufen. "Die österreichische Bundesregierung verleitet Reisende, in die burgenländische Coronafalle zu tappen", stellte Landtagsabgeordneter Alexander Petschnig in einer Aussendung fest.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 18. März 2020 (14:17)
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Alexander Petschnig (FPÖ)
FPÖ

Der FPÖ-Politiker ortete ein "großes Gesundheitsrisiko": Durch die entstandenen Staus hätten sich in kürzester Zeit riesige Menschenansammlungen gebildet, welche es laut Bundesregierung eigentlich zu verhindern gelte, argumentierte Petschnig.

Aufgrund fehlender und alles andere als optimaler hygienischer Bedingungen seien die Voraussetzungen geschaffen, dass sich das Coronavirus vor Ort rasend schnell verbreiten könnte. Mit dem "Verkehrs- und Rückreisechaos" werde dem Bezirk Neusiedl am See und in weiterer Folge dem Burgenland ein "enormes Gesundheitsrisiko" aufgebürdet, welches nicht nur für die Betroffenen und die vor Ort im Dienst befindlichen Beamten und Helfer, sondern in weiterer Folge alle Burgenländer betreffen könnte. "Die Massenunterbringung der Wartenden in provisorischen Camps ist ein 'Turbo Boost' für die Ausbreitung des Covid-19-Virus", befürchtete Petschnig.

Es könne nicht sein, dass man Personen, welchen eine Ausreise nicht möglich sei, massenhaft und ungeprüft die Einreise nach Österreich gewähre und sie dadurch im Burgenland aufstauen lasse. "Wir fordern die Bundesregierung - allen voran Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) - auf, sofort Maßnahmen zu setzen, um die Situation am Grenzübergang Nickelsdorf umgehend in den Griff zu bekommen", verlangte Petschnig.

"Es dürfen nur noch jene Menschen über unsere Westgrenze kommen, die Österreich ohne Aufenthalt und gesichert in Richtung Osten auch wieder verlassen können", forderte der FPÖ-Politiker. "Zustände wie im Jahr 2015 wollen die Burgenländerinnen und Burgenländer nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Gesundheitsrisiken nicht im geringsten wieder erleben", schloss der FPÖ-Politiker.