Geringeres Interesse und ein positiver Test. Die kostenlose und freiwillige Corona-Testaktion läuft noch bis 17. Jänner. Auf die Teststraßen werden demnächst Burgenländische Impf- und Testzentren (BITZ) folgen. Im Neusiedler Bezirk wird die Teststation in Neuiedl aufgelöst und das Golser Jetel-Haus als BITZ fungieren.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 16. Januar 2021 (12:17)

Bei einem Lokalaugenschein in der Teststraße im Neusiedler Bauhof informierten  Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) und Brigadier Gernot Gasser Samstagmorgen über die laufende Testaktion. Eines vorweg: Das Interesse unter der burgenländischen Bevölkerung ist geringer als bei den ersten Massentests im Dezember. Erreichte man damals eine Testquote von knapp 30 Prozent, so schätzt Brigadier Gasser, dass die Quote dieses Mal bei 20 Prozent liegen werde. 

Bis Freitag, Stand 16 Uhr, haben sich im Burgenland 24.085 Personen einem freiwilligen Antigen-Schnelltest unterzogen. Seit dem Anmeldestart am 4. Jänner haben sich 49.820 Personen für die Corona-Massentests angemeldet.

Momentan weisen die Ergebnisse laut Gasser auf einen geringen Infektionsgrad hin. Nur 0,13 Prozent der Tests fielen positiv aus. 

Ein positiver Test in Neusiedl

Seit 13. Jänner wird am Standort in Neusiedl am See getestet. Hier wurden bis Samstag, 9 Uhr, 2300 Tests gemacht. Einer dieser Antigen-Schnelltests zeigte dabei ein positives Ergebnis. Jene Person gilt als Corona-Verdachtsfall und muss sich zur Bestätigung ihres Testergebnisses einem PCR-Test unterziehen. 

Betreut wird die Teststraße von Mitarbeitern des Roten Kreuzes,  der Stadtgemeinde und des Bundesheeres. "Viele Mitarbeiter der Stadtgemeinde haben sich freiwillig gemeldet, hier mitzuarbeiten. Das ist ein sehr schönes Zeichen", freut sich Bürgermeisterin Elisabeth Böhm. Auch Brigadier Gasser lobte die Neusiedler: "Generell sind die Gemeinden aufgefordert, die Teststationen aufzubereiten und mit Personal zu bestücken. Das Bundesherr unterstützt dort, wo es notwendig ist. Neusiedl am See hat das Personal fast zu hundert Prozent selbst gestellt, nur ein Soldat muss hier unterstützen." Im gesamten Bundesland sind 107 Soldaten bei den Massentests im Einsatz.

Burgenländische Impf- und Testzentren (BITZ) folgen auf Teststraßen

Das Personal der Stadtgemeinde erledigt vor allem administrative Aufgaben, die Tests selbst werden unter der Leitung von Claus Silaber von sieben Mitarbeitern des Roten Kreuzes mit medizinischer oder sanitätsdienstlichen Qualifikationen durchgeführt. "Unsere Mitarbeiter haben eine eigene Schulung für den Nasenabstrich gemacht", erklärt Silaber.

Jetel-Haus in Gols wird BITZ

Testmöglichkeiten gibt es noch bis 17. Jänner. Danach wird die Teststraße in Neusiedl am See aufgelöst. In weiterer Folge sollen sogenannte Burgenländische Impf- und Testzentren (BITZ) entstehen, dort sollen sowohl Corona-Impfungen als auch Antigen-Schnelltests durchgeführt werden. "Das Bundesheer erhielt vom Land Burgenland die Aufforderung ab 23. Jänner die BITZ zu unterstützen", berichtet Gasser. Im Neusiedler Bezirk wird laut Gasser das Golser Jetel-Haus als BITZ fungieren.