Neues Lexikon: Über Gimpelinsel und Zeiselbären...

Roman Kriszt aus Deutsch Jahrndorf veröffentlichte vor Kurzem das „Lexikon der burgenländischen Ortsneckereien“.

Saskia Jahn Erstellt am 31. Oktober 2020 | 04:33
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Autor Roman Kriszt (3. v. l.) mit seinem Redaktionsteam: Daniel Jokesch, Doris Seel, Elke Ferderbar, Erwin Schranz und Sepp Gmasz. Bestellungen im Hianzenverein und in jedem gut sortierten Buchhandel (25 Euro).
Foto: zVg

Am 9. Oktober erschien das umfassende „Lexikon der burgenländischen Ortsneckereien – Schmalztipfler, Gansbären und Plitzerlmocha“. Der Autor Roman Kriszt aus Deutsch Jahrndorf hat dieses Meisterwerk unter der Mitarbeit von namhaften Fachleuten, wie Elke Ferderbar, Sepp Gmasz, Johann Kriegler und Erwin Schranz, publiziert - herausgegeben wurde es vom Hianzenverein.

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Roman Kriszt ist hauptberuflich Cheflektor bei einem juristischen Verlag in Wien. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit der burgenländischen Regional- und Ortsgeschichte. Seine zweite Leidenschaft ist die Barockmusik.
zVg

„Spottlust und gutmütige Stichelei liegen den Burgenländern wohl immer schon ein bisschen im Blut. Und nirgendwo kommt das besser zum Ausdruck als bei den sogenannten Ortsnecknamen“, ist Kriszt überzeugt. Denn es gebe im Burgenland kaum eine Ortschaft, die neben ihrem „offiziellen“ Namen nicht noch zusätzlich einen Spottnamen trage. Diese erstmalige, schriftliche Erfassung von über 270 solcher Necknamen, samt den dazugehörigen Anekdoten, Erklärungen und Quellen, macht einen interessanten Bereich des burgenländischen Kulturerbes sichtbar, „um es so vor dem Vergessenwerden zu bewahren. Das war und ist meine Hauptintention. Denn die Necknamen wurden von den älteren Generationen hauptsächlich mündlich weitergegeben“, weiß der 48-Jährige zu berichten.

Mit der „Tüftelarbeit“ habe Kriszt vor ungefähr vier Jahren begonnen, gemeinsam mit seinem Redaktionsteam habe er auch Eigenrecherche betrieben: „Wir haben viel mit den Menschen direkt gesprochen. Dieses Wissen haben wir dokumentiert und mit den bereits seit den 50er Jahren gesammelten, vereinzelten Aufzeichnungen in Landesbibliothek und -museum ergänzt. Ich habe all dies Material zusammengetragen und in einem Plauderton eingebettet.“

Es gebe aber weiterhin „weiße Flecken“ auf der Burgenlandkarte. Von 330 Ortschaften konnten 270 benannt werden. „Wir hoffen auf Rückmeldungen von jenen Personen, die mehr über die Necknamen der ‚fehlenden‘ Gemeinden wissen“, zeigt sich Kriszt zuversichtlich.

Der Autor stellt weitere Publikationen in Aussicht: „Da wird noch etliches kommen, ich habe noch vieles in der Schublade, man kann sich freuen.“

Deutsch Jahrndorf – Gimpelinsel

Nickelsdorf – Mondscheinlöscher

Gols – Grammelposcher

Sankt Andrä – Zeiselbären

Apetlon – Franzosen

Am 9. Oktober erschien das umfassende „Lexikon der burgenländischen Ortsneckereien – Schmalztipfler, Gansbären und Plitzerlmocha“. Der Autor Roman Kriszt aus Deutsch Jahrndorf hat dieses Meisterwerk unter der Mitarbeit von namhaften Fachleuten, wie Elke Ferderbar, Sepp Gmasz, Johann Kriegler und Erwin Schranz, publiziert - herausgegeben wurde es vom Hianzenverein.

„Spottlust und gutmütige Stichelei liegen den Burgenländern wohl immer schon ein bisschen im Blut. Und nirgendwo kommt das besser zum Ausdruck als bei den sogenannten Ortsnecknamen“, ist Kriszt überzeugt. Denn es gebe im Burgenland kaum eine Ortschaft, die neben ihrem „offiziellen“ Namen nicht noch zusätzlich einen Spottnamen trage. Diese erstmalige, schriftliche Erfassung von über 270 solcher Necknamen, samt den dazugehörigen Anekdoten, Erklärungen und Quellen, macht einen interessanten Bereich des burgenländischen Kulturerbes sichtbar, „um es so vor dem Vergessenwerden zu bewahren. Das war und ist meine Hauptintention. Denn die Necknamen wurden von den älteren Generationen hauptsächlich mündlich weitergegeben“, weiß der 48-Jährige zu berichten.

Mit der „Tüftelarbeit“ habe Kriszt vor ungefähr vier Jahren begonnen, gemeinsam mit seinem Redaktionsteam habe er auch Eigenrecherche betrieben: „Wir haben viel mit den Menschen direkt gesprochen. Dieses Wissen haben wir dokumentiert und mit den bereits seit den 50er Jahren gesammelten, vereinzelten Aufzeichnungen in Landesbibliothek und -museum ergänzt. Ich habe all dies Material zusammengetragen und in einem Plauderton eingebettet.“

Es gebe aber weiterhin „weiße Flecken“ auf der Burgenlandkarte. Von 330 Ortschaften konnten 270 benannt werden. „Wir hoffen auf Rückmeldungen von jenen Personen, die mehr über die Necknamen der ‚fehlenden‘ Gemeinden wissen“, zeigt sich Kriszt zuversichtlich.

Der Autor stellt weitere Publikationen in Aussicht: „Da wird noch etliches kommen, ich habe noch vieles in der Schublade, man kann sich freuen.“