Sternsingen auf kreativen Wegen

Kekse backen, Segen per Post, virtuell oder per Hausbesuch: Die Sternsinger-Kinder bringen im Bezirk Neusiedl im Coronajahr ihre Botschaft auf unterschiedlichste Weisen.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 31. Dezember 2020 | 03:13
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Ungewohntes Bild. Die Sternsinger sind dieses Jahr mit Mund-Nasenschutz unterwegs.
Foto: Kath. Jungschar Österreich

Casper, Melchior und Balthasar werden heuer ihren Dreikönigs-Segen in den meisten Gemeinden nicht in gewohnter Weise von Haus zu Haus tragen. Die „Heiligen Drei Könige“ überbringen zum Jahreswechsel ihre Botschaft auf unterschiedliche Weise: Mit der Sternsinger-Post, mit virtuellem Online-Sternsingerbesuch (www.sternsingen.at) oder - wenn auch sehr eingeschränkt - traditionell mit Besuch von Haus zu Haus.

„Die Pfarren sind sehr kreativ. Nur in wenigen Gemeinden gehen die Sternsinger ihre gewohnten Runden von Haus zu Haus, das Tolle im Burgenland ist aber, dass kaum eine Pfarre das Sternsingen komplett ausfallen lässt“, erzählt Rebecca Gerdenitsch-Schwarz, Bereichsleiterin Kinder- und Jugendpastoral in der Diözese Eisenstadt. In Kleinfrauenheid etwa würden die Sternsinger an ausgewählten öffentlichen Plätzen stehen und dort ihr „Sprücherl“ aufsagen, bringt Gerdenitsch-Schwarz auch gleich ein kreatives Beispiel. Eine andere Gruppe habe sich entschlossen, Kekse zu backen und verkaufe diese in einer Greisslerei, in den meisten Pfarren würde die Dreikönigs-Botschaft dieses Jahr aber mit einem Begleitschreiben und einem Erlagschein in den Postkasten flattern. „In machen Gemeinden tragen die Sternsinger selbst diese Briefe aus, so sind sie zumindest auf den Straßen sichtbar.“

Es gibt allerdings auch Pfarren, die sich unter Einhaltung strikter Vorsichtsmaßnahmen entschlossen haben, den traditionellen Weg zu gehen: „In manchen Gemeinden haben sich coronabedingt gar keine Kinder zur Sternsinger-Aktion angemeldet, in anderen wiederum mehr denn je. In Letzteren hat man sich entschlossen, doch von Haus zu Haus zu gehen“, weiß Gerdenitsch-Schwarz, „etwa in Neusiedl, Eisenstadt und Mattersburg.“ In Wohnbereiche hinein kommen die Gruppen aber nicht. Das „Sternsinger-Hygienekonzept“ besagt, dass Wohninnenräume nicht betreten werden dürfen, auf Singen wird verzichtet, Mund-Nasenschutz muss getragen und der Abstand eingehalten werden.

Spenden werden heuer für ein Projekt in Indien gesammelt. Mehr lesen Sie auf Seite 22.