Bruckneudorf: Neue Regelung für Lkw-Fahrverbot. Künftig sollen Lkw-Fahrten nach Bruck/Leitha nicht mehr durch Bruckneudorf führen dürfen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 13. März 2020 (05:23)
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Ärgerlich für Anrainer. Derzeit dürfen Lkw auf ihrer Fahrt nach Bruck über die B10 durch Bruckneudorf fahren. Das soll sich nun ändern.
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In der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See geht der Postkasten über: Seit November vergangenen Jahres schickte ein Bewohner der Siedlung „Lindenbreite“, Christoph Obermann, bis zu hundert Anzeigen pro Tag an die BH. Seiner Meinung nach würden täglich 400 bis 600 Lkw verbotener Weise neben der Siedlung über die B10 brausen. Denn ein Großteil der Brummer würde die B10 nur als Zu- und Abfahrt von der Ölmühle in Bruck benützen.

Tatsächlich gilt in Bruckneudorf ein Fahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr. Laut derzeit geltender Regelung gilt die Ausnahme aber auch für Lkw, die Ziele in Bruck ansteuern.

Damit soll schon demnächst Schluss sein. SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker will eine Änderung der Regelung beantragen, sodass künftig Lkw-Fahrten nur noch als Ziel- und Quellverkehr in Bruckneudorf gestattet sind, Fahrten nach Bruck aber über die A4 erfolgen müssen.

BH für Neuregelung aufgeschlossen

Bei der BH Neusiedl zeigt man sich einer solchen Neuregelung gegenüber aufgeschlossen: Bruck an der Leitha (Niederösterreich) und Bruckneudorf (Burgenland) würden „kein gemeinsames Gemeindegebiet“ darstellen, seien aber „aufgrund der derzeit geltenden Fahrverbots-Verordnungen als Gebiet für Ziel- und Quellverkehr für die Gemeinden Bruck und Bruckneudorf verbunden“, erklärt Ulrike Zschech vom Referat „Öffentliche Sicherheit, Gemeinden und Verkehrsrecht“.

„Bei entsprechendem Antrag könnte ein Verfahren unter anderem unter Einbeziehung der Gemeinde Bruck als Nachbargemeinde durchgeführt werden“, hält sie eine Änderung des Lkw-Fahrverbotes für realistisch.

Für Christoph Obermann geht das alles „viel zu langsam“. „Wenn sich da nicht bald was tut“, wolle er in ein paar Wochen die BH wieder mit Anzeigen eindecken. Die freilich nichts bringen dürften. Denn nach geltender Regelung sei der Durchzugsverkehr nach Bruck ja nicht gesetzeswidrig.

Was dann mit den Hunderten Anzeigen Obermanns passiert, verrät die BH „aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen“ nicht.