Werksleiter Patrick Redl: „Kein Tag ist wie der andere“. Der 31-jährige Edelstaler Patrick Redl ist der jüngste Werksleiter im drittgrößten Werk in der Hellenic Gruppe.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 13. August 2018 (05:00)
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„Ich wollte schon immer in die Fußstapfen meines Vaters treten. Er war 37 Jahre lange bei Römerquelle beziehungsweise Coca-Cola HBC Österreich tätig und war zuletzt auch Werksleiter. Er war immer ein Vorbild für mich. Dank meiner Eltern, die mich auf meinem Werdegang immer unterstützten, habe ich nun meinen Traumberuf.“

Ausbildungsweg und Karriere

Patrick Redl ist 31 Jahre alt und hat bereits jetzt eine Führungsposition inne. Er ist Werksleiter des Coca-Cola HBC Österreich-Abfüllbetriebes in Edelstal. Er selbst verbrachte in der Gemeinde seine gesamte Kindheit und Jugendzeit. Er besuchte nach der Volksschule das Gymnasium Neusiedl am See, anschließend die HTL Rennweg für Mechatronik in Wien. Zu Beginn seiner steilen Karriere war er ein halbes Jahr auf Montage und als Schlosser unterwegs. „Dabei konnte ich erste praktische Berufserfahrungen sammeln, die ich nicht missen möchte. Die Wenigsten wissen, dass ich schweißen kann“, schmunzelt Redl.

Dann kam der Wechsel zu Coca-Cola. Er startete als Elektriker im Werk in Edelstal und war für Problemlösungen an den Maschinen verantwortlich. Zu diesem Zeitpunkt war das Werk noch deutlich kleiner. Zeitgleich studierte er berufsbegleitend und wechselte in ein österreichweites SAP Projekt des Unternehmens. Danach stellte er sich einer neuen Herausforderung, als Schichtleiter im Produktionsbetrieb in Wien.

„Um die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter verstehen zu können, muss man auch eine Zeit lang gemeinsam mit ihnen in der Produktion zusammengearbeitet haben. In diesem Fall auch in der Nacht oder an Wochenenden. Das war eine wertvolle Erfahrung für mich. Nach der Schließung des Produktionsbetriebes in Wien wechselte ich nach Edelstal. Nach kurzer Zeit durfte ich die Position des Produktionsleiters übernehmen. Diese hatte ich vier Jahre inne, bevor ich im April die Werksleitung übernehmen durfte“, plaudert Redl aus dem Nähkästchen. „Ich bin besonders stolz darauf, der jüngste Werksleiter in der Hellenic Gruppe sein zu dürfen.“

„Ich gehe jeden Tag gerne in die Arbeit“

„Mein Tag beginnt mit einem Espresso, während ich die Produktionskennzahlen des letzten Tages reviewe. Normalerweise ist mein Tag sehr durchgetaktet und mit Terminen verplant. Die meiste Zeit verbringe ich in abteilungsübergreifenden Abstimmungen mit meinem Team, Planung, Einkauf, Logistik und unserem Marketing. Meine Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich und kein Tag ist wie der andere. Das genau macht meinen Job so spannend und ist der Grund, warum ich jeden Tag gerne in die Arbeit gehe“, so Redl über seine Tätigkeit im Werk.

Sicherheit liege ihm besonders am Herzen. „Jeder von meinen ungefähr 260 Mitarbeitern soll wieder gesund zu seiner Familie nachhause kommen.“ Weiters sei ihm wichtig, den Betrieb laufend zu verbessern und weiterzuentwickeln. „Wir sind nun eines der größten Werke in der Hellenic Gruppe. Seit ich Werksleiter bin, konnten wir sehr gute Resultate einfahren. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Energie und Wasser. Hier konnten wir durch einige Verbesserungsprojekte wesentliche Einsparungen erzielen, das wiederum hat einen positiven Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Im Moment sind wir so effizient wie noch nie“, berichtet Redl stolz. „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Produkten und Innovationen. Zurzeit arbeiten wir an der Realisierung unseres neuen Labors.“

„Da ich selbst aus Edelstal bin und auch viele meiner Mitarbeiter in der Umgebung zuhause sind, passiert es natürlich oft, dass ich sie privat treffe. Das ist für mich aber gar kein Problem, denn viele von ihnen kenne ich schon aus meiner Kindheit und es ist auf jeden Fall möglich, Privates vom Business zu trennen“, so der Werksleiter Patrick Redl im BVZ-Interview.