Parndorf: Kovacs und LIPA unangefochten vorne

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 13:22
Lesezeit: 3 Min
Drei Viertel der Wähler gaben dem amtierenden Ortschef wieder ihre Stimme, die ÖVP gewann als einzige Partei ein Mandat.
Werbung

Bürgermeister Wolfgang Kovacs geht in seine vierte Amtsperiode. Unangefochten und erneut mit einem Zuwachs von rund drei Prozent der Wählerstimmen hat er seine Position auf hohen Niveau gefestigt. Gleich 75,29 Prozent der Stimmen gingen an den Chef der Liste Parndorf (LIPA).

Gefragt nach seinem Erfolgsgeheimnis gibt er sich bescheiden: „Ich glaube nicht, dass ich größere oder bessere Ideen habe, als andere, aber ich bin an den Leuten dran. Ich gehe jeden Tag durch den Ort und rede mit den Menschen. Das ist entscheidend.“ Seit 2017 ist er zudem hauptberuflich als Bürgermeister der 5.200-Einwohner-Gemeinde tätig. Ab einer gewissen Größe einer Gemeinde, sei das gut und notwendig, glaubt er: „Ich bin wirklich immer da“. Es gelte nun, in der gewohnten Art und Weise weiterzuarbeiten. Erstes großes Projekt in der neuen Amtsperiode ist der Bau des Veranstaltungszentrums, der im Spätherbst starten soll. Die weiteren Bürgermeisterkandidaten Erwin Czerwenka (SPÖ) und Markus Aigelsreiter (FPÖ) spielten im Rennen um den Bürgermeistersessel keine Rolle.

Große Verschiebungen gibt es auch im Gemeinderat nicht. Die Mandatsverteilung bleibt nahezu gleich. Spannend entwickelte sich lediglich das Match zwischen LIPA und ÖVP um das freigewordene Mandat der Grünen, die nicht mehr zur Wahl antraten. Letztlich entschieden nur wenige Stimmen zugunsten der Türkisen. Die Freude bei Spitzenkandidat Franz-Peter Bresich ist dementsprechend groß. Nach mehreren Jahren zieht die ÖVP durch den Gewinn des dritten Mandats wieder in den Gemeindevorstand ein. „Das hat dem Team noch einen weiteren Motivationsschub verpasst“, freut sich der 29-Jährige.

Die SPÖ hält weiterhin bei sieben Mandaten und ist somit zweitstärkste Kraft im Parndorfer Gemeinderat. Spitzenkandidat Erwin Czerwenka darf sich über einen leichten Zuwachs seiner Partei von rund 2 Prozent freuen. Im Gemeindevorstand sind die Sozialdemokraten mit zwei Mandaten vertreten.

Die FPÖ behält ihr einziges Mandat. Spitzenkandidat Markus Aigelsreiter ist zufrieden: „Unser Klientel konnten wir mobilisieren, darüber hinaus aber leider nicht.“ Stefan Rainer, 2017 noch mit der Liste „Die Distel“ am Start, verpasst mit der jungen Partei MFG (1,82 Prozent) erneut den Einzug in den Gemeinderat.

Über der Wahl in Parndorf hängt ein Wermutstropfen: Hier gab es mit 55,92 Prozent die geringste Wahlbeteiligung im Land.

Werbung