Zwei Initiativen für das Neusiedler Hallenbad. Mit dem Song „SOS Hallenbad“ macht eine Kindergruppe auf die Bedeutung der Sportstätte aufmerksam.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Oktober 2020 (04:55)
Initiatorin Laura Tschida überreichte Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Vizebürgermeister Thomas Halbritter den auf CD gepressten selbst geschriebenen Song „SOS Hallenbad“.
Initiative SOS Hallenbd

Zwei Bürgerinitiativen wurden vergangene Woche aktiv, um die Bedeutung des Hallenbades für die Region herauszustreichen. Dass das Neusiedler Hallenbad seit März wegen Einsturzgefahr geschlossen sei, sei ein großer Verlust für den Breiten-, Gesundheits, und Leistungssport sowie für das soziale Leben der Region, so der Tenor.

Die Initiative „SOS Hallenbad“ machte nun im Rahmen einer Tanz- und Gesangsaufführung vor dem Hallenbad lautstark auf sich aufmerksam. 22 schwimmbegeisterte Kinder betonten die Notwendigkeit der Sportstätte mit einer künstlerischen und sportlichen Darbietung ihres selbst geschriebenen und choreografierten Songs für die zahlreich erschienenen Vertreter der Stadtgemeinde, der Sportvereine und Gäste.

Die neu formierte Initiative „SOS Hallenbad“ ist ein privater Zusammenschluss engagierter Personen mit Interesse am Schwimmsport und wurde von der Neusiedler Ärztin Dr. Laura Tschida ins Leben gerufen. Ziel der überparteilichen Initiative sei es, der Stadtgemeinde den Rücken für eine überregionale Lösung zu stärken, damit Neusiedl am See rasch wieder ein Hallenbad bekomme.

„Schwimmen rettet Leben! Es ist Voraussetzung für alle Sportarten am Neusiedler See und außerdem der gesündeste Sport für Alt und Jung. Im Sinne der Gesundheit für alle Altersklassen muss ein Hallenbad als Sport- und Freizeitstätte selbstverständlich zur Infrastruktur gehören. Wir danken der Stadtgemeinde Neusiedl am See, dass sie über 40 Jahre diese wichtige Einrichtung für die ganze Region aufrechterhalten hat“, betont Tschida.

Bei der Übergabe der Unterstützungserklärung in Form einer CD haben Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) und Vizebürgermeister Thomas Halbritter (ÖVP) die Wichtigkeit eines Hallenbades in Neusiedl am See unterstrichen und ihr Engagement für die Sache zugesagt. Die Stadt brauche jedoch Unterstützung durch andere Gemeinden und das Land.

Schon 2014 hat sich eine andere Initiative mit dem Namen „Rettet das Hallenbad“ basierend auf Schwimm- und Triathlonvereinen der Region gegründet. Vertreter dieser Initiative trafen sich vergangene Woche mit dem seit kurzem für Sportagenden zuständigen Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ), um auch ihm die Notwendigkeit dieser Sportstätte zu verdeutlichen. Er versprach, es werde auch in der Landesregierung nach einer Lösung gesucht, um den Erhalt aller drei Burgenländischen Hallenbäder zu sichern.

Sowohl Gemeinde- als auch Landespolitiker warten nun darauf, wie das Bundesverwaltungsgericht in Sachen Denkmalschutz für das Bad entscheidet, um die nächsten Schritte setzen zu können. Die Verhandlung ist für 3. November angesetzt.