16 neue Windräder für den Windpark Edmundshof. Neuer Windpark Edmundshof im Gemeindegebiet von Mönchhof und Halbturn erzeugt Strom für 36.000 Haushalte.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 25. September 2019 (03:11)
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Feierten die Errichtung des Windparks: Josef Kolby, Markus Ulram, Reinhard Pitzer, Lukas Püspök, Daniela Winkler, Raimund Burjan, Hans Niessl, Rainer Kress, Paul Püspök, Thomas Huemer und Peter Püspök.
Emmerich Mädl

Mit einem großen Windparkfest in Mönchhof wurde am Freitag die Neuerrichtung des Windparks Edmundshof gefeiert. Mit 16 neuen Windrädern auf den Gemeindegebieten von Mönchhof und Halbturn gehört das Projekt zu den bedeutendsten Neuerrichtungen dieses Jahres.

Die Windräder erzeugen Strom für mehr als 36.000 Haushalte und sparen so viel CO2 ein wie 36.000 Autos ausstoßen. „Die Nutzung der Windenergie kann nur gemeinsam gelingen“, erklärt Thomas Huemer, Geschäftsführer von ImWind und Lukas Püspök, Geschäftsführer der Püspök Group ergänzt: „Ein großes Dankeschön an die Bürger und Partner aus Politik und Wirtschaft, mit deren Zusammenarbeit der Windpark überhaupt möglich geworden ist.“

„Die Nutzung der Windenergie kann nur gemeinsam gelingen“

Dass die Errichtung eines so großen Windparks mehrere Jahre Vorlaufzeit benötigt, legte Reinhard Pitzer, Geschäftsführer der Püspök-Group, dar. Schon 2012 seien die ersten Gespräche mit den Gemeinden und den Grundstückseigentümern geführt worden, viele Behördenwege und Projektprüfungen folgten: „Das Windparkprojekt wurde auf Herz und Nieren überprüft, viele Beamte und Sachverständige galt es zu überzeugen. Ein besonders sensibles Thema dabei ist der Naturschutz, insbesondere der Schutz der Vogelwelt.“ In diesem Bereich sei am längsten geprüft worden.

Welch riesiges Bauprojekt die Errichtung des Windparks darstellte, untermauern diese Zahlen: So wurden 90 Kilometer Kabel verlegt, alleine für den Wegebau 50.000 Kubikmeter Erde bewegt (so viel wie für 100 Einfamilienhäuser) und 45.000 Kubikmeter Schotter eingebaut. Für das Fundament wurden 10.000 Kubikmeter Beton und über 1000 Tonnen Stahl benötigt.

Thema beim Eröffnungsfest am Freitag war – an einem Tag, an dem weltweit Millionen Menschen der Bewegung

„Fridays For Future“ für eine klimafreundlichere Politik auf die Straße gingen – naturgemäß auch die Klimakrise und die Energiewende.

„Klimafreundliches Verhalten belohnen“

Thomas Huemer appellierte an die Landespolitiker, die Energiewende im Burgenland weiter voranzutreiben und sich in der Bundespolitik für eine gerechtere Steuerpolitik einzusetzen: „Die Maßnahme, die wir brauchen, ist eine ökologische Steuerreform, klimafreundliches Verhalten sollte belohnt, klimaschädliches Verhalten bestraft werden.“

Das Burgenland habe sich unter Landeshauptmann Niessl schon vor Jahren für die Energiewende entschieden und den Fokus auf erneuerbare Energie gelegt, sagte Landesrätin Daniela Winkler im Rahmen des Festes und betonte: „Mit dem verstärkten Einsatz der Windräder haben wir es nicht nur geschafft, stromautark zu sein, sondern stehen auch weiterhin für eine saubere Stromgewinnung.“