Vorgeschmack auf Kittseer Chronik

Zu Ehren der Geburtsstunde des Burgenlandes trug Irmgard Jurkovich ihr Wissen zusammen.

Erstellt am 23. Oktober 2021 | 05:32
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Vortrag im Gasthaus Leban. Im Bild: Johannes Hornek, Referentin Irmgard Jurkovich, Gerald Handig, Helmut Wallmann und Josef Leban.
Foto: zVg

Im Rahmen des „Offenen Tisches“ referierte Lokalhistorikerin Irmgard Jurkovich über die hundertjährige Geschichte des Burgenlandes anhand der Entwicklung von Kittsee. Der Saal im Gasthaus Leban war bis auf den letzten Platz gefüllt, das Interesse seitens der Bevölkerung war groß.

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Burgenland“ hat die Lokalhistorikerin eine Chronik erstellt, welche im nächsten Jahr veröffentlicht und gedruckt allen Gemeindebürgern zur Verfügung gestellt wird.

Jurkovich hat bei ihren Ausführungen einen Bogen von der Entstehung des Landes bis zur aktuellen Entwicklung in Kittsee gespannt. Dabei behandelte sie das Ende der Grundherrschaft der Fürstenfamilie Batthyany ebenso wie die Entstehung der Businessparks K1 und K2 sowie die Zuwanderung aus der Slowakei. Eingebettet sind die Kittseer Geschehnisse in die Landes- und Bundesgeschichte.

Unterfüttert hat die profunde Kennerin der Kittseer Geschichte ihren Vortrag mit Anekdoten und Berichten, Erzählungen und Interviews von Zeitzeugen. So werde beispielsweise überliefert, „dass ein Herr Zambach, ein Amerika-Rückkehrer, beim Anblick der Bautätigkeit gesagt haben soll: Da geht’s ja zu wie in Chicago. Dies kam den Gemeindeverantwortlichen zu Ohren und sie haben den neu entstandenen Ortsteil dann auch tatsächlich Chicago benannt“, erzählte Jurkovich.

Mit ihren Forschungen über die jüdische Bevölkerung in Kittsee ist die ehemalige Direktorin Irmgard Jurkovich auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden.