Parndorfer Bowlingbahn vor Neustart. Das ehemalige „Werk“-Bowlingcenter soll demnächst mit neuem Konzept wiedereröffnet werden.

Von Paul Haider. Erstellt am 13. November 2019 (06:03)
Kurzlebig. Das „Werk“ mit seinen 2.500 Quadratmetern Geschäftsfläche war nur ein halbes Jahr lang geöffnet, bis der Betreiber Insolvenz angemeldet hat. Foto: Haider
Paul Haider

Bischof, NÖP

Leser Daniel Koller wollte im Rahmen der Aktion „Frag die BVZ“ Folgendes wissen: „Liebes BVZ-Team! Habt ihr vielleicht Infos, wie es mit dem ‚Werk‘ in Parndorf zurzeit steht? Gibt es schon potenzielle Interessenten? Egal wen ich frage, derjenige findet es schade (inkl. mir), dass man nicht mehr Bowlen oder Billard spielen gehen kann.“

Schon seit vergangenem Juli stehen die Bowlingbahnen im Parndorf Entertainment Center still. Die ungarische Betreiberfirma des „Werk“, zu dem auch ein Restaurant, eine Bar sowie ein Spielraum gehörten, hat nach nur sechs Monaten Betrieb in Parndorf Konkurs angemeldet – die BVZ hatte berichtet, siehe hier:

Konrad Freyborn, Geschäftsführer der Parndorf Entertainment Entwicklungs-GmbH, ist seither auf der Suche nach einem neuen Betreiber für das verwaiste Bowling Center.
Center-Geschäftsführer: „Interessenten sind rar“

Im Gespräch mit der BVZ bekräftigt Freyborn, dass man die Freizeiteinrichtung „so rasch wie möglich“ wiedereröffnen wolle: „Es ist unser Ziel, die Bowlingbahn um Weihnachten herum wieder in Betrieb zu nehmen, aber versprechen kann ich es nicht. Es gibt Interessenten, aber sie sind rar gesät.“

Wie Freyborn weiters erklärt, werde mit diesen Interessenten nun an einem neuen Konzept gearbeitet. Eines steht für den Manager jedenfalls fest: „Es muss einen Betreiber geben, der ein vernünftiges Konzept hat, das langfristig hält. So wie es vorher war, in Kombination mit dem Restaurant, wird es nie wieder sein, denn das geht sich wirtschaftlich nicht aus. Auch die Öffnungszeiten müssen andere werden.“

Große Verluste: Ein neues Konzept muss her

Das „Werk“ war von Montag bis Sonntag von 11 bis 0 Uhr geöffnet und hat auf insgesamt 2.500 Quadratmetern drei Geschäftszweige mit 30 Mitarbeitern (Bar, Restaurant, Unterhaltung) parallel betrieben. Das werde es in dieser Form nicht wieder geben, ist Konrad Freyborn überzeugt: „Die Verluste waren gesalzen. Das war ein Business Modell, das sich kaum rechnen kann.“

Freyborn glaubt trotzdem daran, dass die Bowlingbahn gewinnbringend betrieben werden kann und vielleicht noch 2019 wiedereröffnet wird: „Wir hoffen alle, dass rasch wieder aufgesperrt werden kann, und zwar in vernünftigem Rahmen. Für die Bürger der Region und auch für uns als Bauherr und Eigentümer ist das von großem Interesse und wir sind guter Dinge, dass sich bald etwas tut.“

Wer daran interessiert ist, das Bowlingcenter zu übernehmen, kann sich direkt bei Konrad Freyborn melden: konrad.freyborn@braunsberger.at, Tel. 0676 37 06 650.