Parndorf: Millionen für die Infrastruktur. Das Gesamtvolumen des Gemeindebudgets für 2020 wird laut Bürgermeister Kovacs bei 12 bis 14 Millionen Euro liegen.

Von Paul Haider. Erstellt am 22. November 2019 (06:16)
Einnahmen und Ausgaben. Parndorf arbeitet an seiner Haushaltsrechnung für das kommende Jahr.
Symbolbild/Bilderbox.com

In Parndorf wird dieser Tage an der Erstellung eines Gemeindebudgets für das Jahr 2020 gearbeitet. Eines steht jetzt schon fest: Die Gemeinde wird auch 2020 wieder viel Geld in die Hand nehmen, um Großprojekte im Dorf umzusetzen. Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) spricht gegenüber der BVZ von einem Budget mit „großen Herausforderungen“.

Auf der Einnahmenseite kann die Outlet Center-Gemeinde mit vier Millionen Euro aus der Kommunalsteuer rechnen, hinzu kommen noch Einkünfte aus den Windparks und der Kanalbenützungsgebühr.

Vonseiten des Bundes bekommt Parndorf rund 4 Millionen Euro an Abgabenertragsanteilen, wovon aber circa 3 Millionen an das Land Burgenland gehen. Daran übt Ortschef Kovacs im BVZ-Gespräch Kritik: „Drei Viertel der Steuergelder, die wir vom Bund kriegen, nimmt uns das Land wieder weg. Gott sei Dank haben wir die Einnahmen aus der Kommunalsteuer, sonst könnten wir zusperren. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum wir so viel mehr zahlen als vergleichbare Gemeinden.“

In Summe werde sich das Parndorfer Budget 2020 laut Kovacs bei zwölf bis 14 Millionen Euro einpendeln. Auf der Ausgabenseite stellt der Bürgermeister folgende Projekte als „größte Brocken“ in Aussicht:

Ausbau der Volksschule : Die Erweiterung der Parndorfer Volksschule wird voraussichtlich 2,2 Millionen Euro verschlingen. Angedacht ist eine Leasing-Variante, sodass noch nicht die volle Summe im Budget 2020 schlagend wird.

Vereinshaus/Veranstaltungshalle : Das 5-Millionen-Euro-Projekt wird im kommenden Jahr in Kooperation mit der OSG umgesetzt. Auch diese Kosten werden sich im aktuellen Budget noch nicht widerspiegeln.

Dorferneuerungsprojekt : Für die Sanierung und einen Neubau beim „Skupa“-Haus werden 900.000 Euro fällig.

Circa eine Million Euro wird in Infrastruktur- und Aufschließungsmaßnahmen investiert.