Neusiedl/See: Startschuss für ein neues Sprachzentrum

Sprachdefizite sollen bis zum Schuleintritt ausgeglichen werden.

Erstellt am 06. Mai 2021 | 03:34

Sprache ist eine Grundkompetenz, die wesentlich ist für eine erfolgreiche Entwicklung eines Kindes. Mit der Etablierung dreier Sprachzentren in Burgenland will man frühe Sprachförderung und Sprachbildung für 3 bis 6-Jährige unterstützen. Am Dienstag gab Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ) in Neusiedl am See den offiziellen Startschuss der neuen „Zentren zur frühen sprachlichen Bildung und Förderung“ (ZsBF).

Seit Herbst 2020 stehen pädagogischen Teams elementarer Bildungseinrichtungen Weiterbildungsmöglichkeiten an den Standorten Neusiedl, Eisenstadt und Stadtschlaining zur Verfügung - als Ergänzung zum bestehenden Angebot der Pädagogischen Hochschule Burgenland. Bis dato nur online, nun soll die Beratung der Elementarpädagoginnen und -pädagogen unter Einhaltung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen aber in vollem Umfang stattfinden.

Förderbedarf für 14,5 Prozent

In Neusiedl am See ist das ZsBF im Technologiezentrum beherbergt. Dort sollen Weiterbildungsveranstaltungen und Beratungen rund um die Themen Sprache, Sprachförderung, und Sprachdiversitäten stattfinden. Angesprochen werden hier Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen. Ihnen sollen Hilfestellungen gegeben werden, Sprachdefizite bei Kindern frühzeitig zu erkennen und auszugleichen.

Im Burgenland besuchen derzeit rund 11.880 Kinder eine elementare Bildungseinrichtung - eine Kinderkrippe, einen Kindergarten, eine alterserweiterte Kindergartengruppe oder einen Hort. Laut Kindergarteninspektorin Gerda Konrath ist bei etwa 14,5 Prozent der Kinder im Alter von 3-6 Jahren ein ausgewiesener Förderbedarf in der Bildungssprache Deutsch zu beobachten. „Durch die intensive Sprachförderung anhand der bestehenden Zusatzangebote zur sprachlichen Bildung und Förderung konnten bei etwa 30 Prozent dieser Kinder bestehende Sprachdefizite ausgeglichen werden“. Das sei im österreichweiten Vergleich schon ein hoher Wert, der aber durch das neue Angebot in den Sprachzentren nun noch erhöht werden solle.

Für die Beratung im Neusiedler Sprachzentrum sind die beiden Kindergartenpädagoginnen Tanja Leberl und Claudia Koch zuständig. Sie präzisierten: „Wir merzen keine Sprachfehler im therapeutischen oder logopädischen Sinn aus. Es geht um Defizite bei den Kindern im Wortschatz, in der Satzbildung, im Satzbau oder einfach im Verständnis.“

Als zusätzliches Unterstützungsangebot sollen sie Pädagoginnen und Pädagogen bei Fragen rund um die Sprachstandfeststellung, bei der Erstellung eines individualisierten und differenzierten Sprachförderplans für jedes Kind oder bei der Gestaltung einer sprachfördernden Umwelt beraten und unterstützen.

Zielgruppen für die „Zentren zur frühen sprachlichen Bildung und Förderung“ sind pädagogische Teams elementarer Bildungseinrichtungen, Kinder ab 3 Jahren (Sprachförderprojekte) und Kinder im letzten, verpflichtenden Kindergartenjahr (Sprachstandserhebung). Stellen Pädagoginnen Defizite bei Kindern fest, nehmen sie Kontakt mit den Zentren auf. Die Terminvereinbarung mit den Eltern erfolgt individuell, wobei die Fördereinheiten je nach Förderbedarf des Kindes sowohl einzeln als auch in kleineren Gruppen abgehalten werden können. Das Angebot ist kostenlos.

NEUSIEDL AM SEE Sprache ist eine Grundkompetenz, die wesentlich ist für eine erfolgreiche Entwicklung eines Kindes. Mit der Etablierung dreier Sprachzentren in Burgenland will man frühe Sprachförderung und Sprachbildung für 3 bis 6-Jährige unterstützen. Am Dienstag gab Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ) in Neusiedl am See den offiziellen Startschuss der neuen „Zentren zur frühen sprachlichen Bildung und Förderung“ (ZsBF). Seit Herbst 2020 stehen pädagogischen Teams elementarer Bildungseinrichtungen Weiterbildungsmöglichkeiten an den Standorten Neusiedl, Eisenstadt und Stadtschlaining zur Verfügung - als Ergänzung zum bestehenden Angebot der Pädagogischen Hochschule Burgenland. Bis dato nur online, nun soll die Beratung der Elementarpädagoginnen und -pädagogen unter Einhaltung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen aber in vollem Umfang stattfinden.

Förderbedarf für 14,5 Prozent

In Neusiedl am See ist das ZsBF im Technologiezentrum beherbergt. Dort sollen Weiterbildungsveranstaltungen und Beratungen rund um die Themen Sprache, Sprachförderung, und Sprachdiversitäten stattfinden. Angesprochen werden hier Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen. Ihnen sollen Hilfestellungen gegeben werden, Sprachdefizite bei Kindern frühzeitig zu erkennen und auszugleichen.

Im Burgenland besuchen derzeit rund 11.880 Kinder eine elementare Bildungseinrichtung - eine Kinderkrippe, einen Kindergarten, eine alterserweiterte Kindergartengruppe oder einen Hort. Laut Kindergarteninspektorin Gerda Konrath ist bei etwa 14,5 Prozent der Kinder im Alter von 3-6 Jahren ein ausgewiesener Förderbedarf in der Bildungssprache Deutsch zu beobachten. „Durch die intensive Sprachförderung anhand der bestehenden Zusatzangebote zur sprachlichen Bildung und Förderung konnten bei etwa 30 Prozent dieser Kinder bestehende Sprachdefizite ausgeglichen werden“. Das sei im österreichweiten Vergleich schon ein hoher Wert, der aber durch das neue Angebot in den Sprachzentren nun noch erhöht werden solle.

Für die Beratung im Neusiedler Sprachzentrum sind die beiden Kindergartenpädagoginnen Tanja Leberl und Claudia Koch zuständig. Sie präzisierten: „Wir merzen keine Sprachfehler im therapeutischen oder logopädischen Sinn aus. Es geht um Defizite bei den Kindern im Wortschatz, in der Satzbildung, im Satzbau oder einfach im Verständnis.“

Als zusätzliches Unterstützungsangebot sollen sie Pädagoginnen und Pädagogen bei Fragen rund um die Sprachstandfeststellung, bei der Erstellung eines individualisierten und differenzierten Sprachförderplans für jedes Kind oder bei der Gestaltung einer sprachfördernden Umwelt beraten und unterstützen.