Wasserexperten ohne Bedenken bei Riesen-Glashaus. In der Diskussion um das geplante Riesen-Glashaus in Frauenkirchen (Bezirk Neusiedl am See) haben sich am Freitagnachmittag Experten aus dem Bereich der Wasserwirtschaft zu Wort gemeldet.

Erstellt am 18. November 2016 (18:23)
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Symbolbild
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Aus fachlicher Sicht gebe es keine Bedenken, erklärten diese bei einer Informationsveranstaltung in der Stadtgemeinde. Das Projekt soll im Wasserschongebiet entstehen.

Es sei "aus fachlicher Sicht nicht belegbar", dass es durch das Projekt zu einer Gefährdung des Grundwassers kommen werde, erklärte Gerald Hüller, Leiter der Fachgruppe Wasser, Umwelt und ländliche Struktur am Amt der burgenländischen Landesregierung. Das Glashaus werde etwa 83.000 Kubikmeter Wasser benötigen. Dies sei ein geringer Wert verglichen mit der verfügbaren Menge an Wasser.

Kein Dünger in Boden

Alfred Blaschke von der Technischen Universität Wien erklärte, durch den geschlossenen Kreislauf des Gewächshauses werde kein Dünger in den Boden gelangen. Es handle sich um ein fortschrittliches Konzept. "Durch die Regenwassernutzung wird der Wasserbedarf geringer sein als bei der Feldbewirtschaftung."

Seitens der Plattform Wasser Burgenland gab es ebenfalls keine Einwände. Man habe mit dem Betreiber zusätzliche Auflagen definiert, so der Obmann Helmut Herlicska. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) stellte sich bei der Veranstaltung erneut hinter das Projekt.

Am Freitagabend folgt in Frauenkirchen gleich die nächste Informationsveranstaltung zum Riesen-Glashaus. Auf Einladung der Bürgerinitiative "Freie Sicht auf Frauenkirchen" wird die Betreiberfirma Perlinger das Projekt vorstellen. Die Bürgerinitiative, die Bedenken gegen den Standort hat, sieht es als Erfolg, dass nun so umfassend informiert wird. "Ohne unseren Einsatz hätte es keine derartigen Veranstaltungen gegeben", so Sprecher Josef Umathum.