5 Millionen Euro für Kläranlage. Die in die Jahre gekommene Anlage in Frauenkirchen wird modernisiert und erweitert. Mit dem Umbau soll noch heuer begonnen werden.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 18. Mai 2020 (06:51)
Die Stadtgemeinde Frauenkirchen plant eine Modernisierung und Erweiterung der örtlichen Kläranlage.
Gemeinde Frauenkirchen

Die Kläranlage der Stadtgemeinde wird einer großzügigen Modernisierung und einer Kapazitätserweiterung unterzogen. „Aufgrund der Überalterung der Kläranlage, sie ist über 30 Jahre alt, ist eine Modernisierung und Anpassung an den neuesten Stand der Technik nötig. Die Kosten des Projektes, das von Diplomingenieur Gerhard Prohaska geplant wurde, werden sich auf ungefähr fünf Millionen Euro belaufen“, präsentieren Bürgermeister Josef Ziniel und der zuständige Stadtrat Rene Rommer die Pläne des Umbaus. Die Kapazität der Anlage solle im Zuge dessen von 7250 Einwohnergleichwerten (EW) auf 10 000 EW zukunftsträchtig ausgelegt werden.

Ziele des Projektes seien neben der positiven Auswirkung auf die Reinigungsqualität bezüglich der neuen vorgeschriebenen Grenzwerte auch die Erhöhung der Kapazität insbesondere bei punktuellen starken Regenfällen sowie die bessere Steuerungs- und Wartungsmöglichkeit. „Durch die ‚vierte Reinigungsstufe‘ können künftig auch Hormone, Antibiotika, und vieles mehr aus den Abwässern geholt werden, was die TU Wien in den vergangenen Jahren in Frauenkirchen wissenschaftlich begleitet und erprobt hat“, erklärt Ziniel weiter.

Das gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Leben wurde aufgrund der Corona-Krise zuletzt stark eingeschränkt. Demzufolge sei der endgültige Beschluss des Gemeinderates noch nicht erfolgt. Bei der Sitzung am 27. Mai, die erste nach dem Lockdown im März, solle dieser gefasst werden, um die Bauarbeiten, beginnend mit der Halle für die Schlammbehandlung mit einer Photovoltaik-Anlage am Dach zur Stromverbrauchsreduktion, rasch in die Wege leiten zu können. „Ich bin zuversichtlich, dass, wenn die Vergaben draußen sind und die notwendigen Beschlüsse gefasst wurden, die Baufirmen unmittelbar mit den Arbeiten beginnen können, um die coronabedingten Verzögerungen aufzuholen“, so der Ortschef.