Duftmanufaktur bringt Essenzen der Steppe näher. Der Frauenkirchener Stefan Zwickl lädt ein, mit ihm in die Welt der Düfte einzutauchen. Bei regelmäßigen Duftsafaris gewährt er einen Einblick in sein Handwerk.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 27. Juli 2019 (06:43)
Christine Feik dufterleben.at/Nicole Heiling
Riechen, spüren, verarbeiten. Das alles bietet Stefan Zwickl bei seinen regelmäßigen Duftsafaris in Frauenkirchen an.

Seit Mai lebt Stefan Zwickl seinen Traum: Der 31-Jährige extrahiert die Blütenpracht der umliegenden Natur und produziert aus den entstehenden Essenzen ätherische Öle, Raumdüfte, Badesalz und noch so einiges mehr.

„Es ist eine gewisse Sucht daraus geworden. Ich möchte immer mehr und immer außergewöhnlichere Düfte erleben und entdecken. Zehn Jahre lang habe ich geforscht und mich immer weiter in die Materie hineinbegeben. Im Frühjahr habe ich es gewagt und meine pannonische Duftmanufaktur namens ‚’ eröffnet“, erzählt der 31-jährige Frauenkirchener.

„Die Romantik der Ställe mit den Holztrams hat mir immer schon gut gefallen“

Stefan Zwickl stammt aus einer Bauernfamilie. Schon als Kind half er im elterlichen Betrieb mit. „Als ich klein war, habe ich schon immer gerne beim Unkrautzupfen geholfen, der Duft dieser Pflanzen hat mich damals schon inspiriert und begeistert. In meiner Schullaufbahn habe ich viele Ställe und landwirtschaftliche Betriebe kennengelernt. Die Romantik der Ställe mit den Holztrams hat mir immer schon gut gefallen. Mich hat es aber immer gestört, dass es dort meist einen unangenehmen Geruch hatte. Ich wollte einen gut riechenden Stall, also habe ich den alten Schweinestall meines elterlichen Betriebes im letzten Jahr renoviert und hier meine Duftmanufaktur eingerichtet. Ich finde es toll hier“, schwärmt Zwickl über seinen wahrgewordenen Traum.

„Es ist ein bisschen Alchemie und sehr viel Handwerkskunst“

„Nach meinem Studium habe ich lange in einer großen Firma als Produktionsleiter gearbeitet. Ich war sehr erfolgreich, hätte dort Karriere machen können. Irgendwann habe ich aber erkannt, dass mich das nicht erfüllt, ich wollte zurück zu meinen Wurzeln, zurück zur Natur“, so der 31-Jährige. Er wollte mit und nicht gegen Menschen arbeiten.

Das ist auch der Grund, warum er sich ganz bewusst gegen einen Online-Shop entschieden hat. „Ich möchte die Menschen kennenlernen, im Kontakt mit ihnen stehen und mich austauschen. Meine Produkte sind ausschließlich bei mir zu erwerben, ich freue mich über jeden Besuch“, schmunzelt der erfolgreiche Unternehmer.

Christine Feik dufterleben.at/Nicole Heiling

„Es ist ein bisschen Alchemie und sehr viel Handwerkskunst“, so beschreibt Stefan Zwickl seine Arbeit. Er arbeitet eng mit Ärzten und Aromatherapeuten zusammen, um auch die Heilwirkung der Pflanzen herauszuarbeiten.

Bei den regelmäßigen Duftsafaris gewährt der Frauenkirchenener seinen Besuchern einen Einblick in sein tagtägliches Handwerk. „Auf insgesamt zwei Hektar Fläche habe ich heimische aber auch exotische Duftpflanzen kultiviert. Das Motto der Duftsafaris lautet: Erlebe die Blütenpracht.“

Die nächsten Duftsafaris finden am Sonntag 28. Juli um 16 Uhr, am 2. August um 16 Uhr und am 7. August um 19 Uhr statt. Weitere Infos unter www.steppenduft.at