Glashaus, die Zweite? Wirbel um neues Projekt. Nach dem Rückzug von Werner Perlinger gibt es in Frauenkirchen Befürchtungen, Erich Stekovics plane nun ein Glashaus. „Es wird ein Schaugarten“, reagiert dieser auf Kritiker.

Von Pia Reiter und Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 27. Januar 2017 (12:20)
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Nach dem Aus des Glashaus-Projekts von Werner Perlinger ( die BVZ berichtete ) will in Frauenkirchen einfach keine Ruhe einkehren. Nun regt die Bürger ein neues Projekt von Erich Stekovics auf, der nun ebenfalls ein Glashaus planen soll.

„Das Ansuchen liegt auf dem Gemeindeamt in Frauenkirchen auf“, bestätigt Bürgermeister Josef Ziniel auf Nachfrage der BVZ.

Ortschef kann Bedenken nachvollziehen

Nähere Details kennt der Ortschef zu dem Projekt aber nicht, die Bedenken der Frauenkirchner kann er aber nachvollziehen: „Ich finde das schon provokant, so kurz nach dem Perlinger-Rückzug. Dieser Standort liegt aber näher zur Ortschaft und näher zum Weltkulturerbe, da gibt es Einiges zu prüfen. Denn 780 Unterschriften gegen ein Glashaus sind Ernst zu nehmen.“

Laut Ziniel fürchtet die Bevölkerung auch ein steigendes Verkehrsaufkommen. „Was für Perlinger gilt, muss auch für Stekovics gelten“, so der Tenor. Bürgermeister Ziniel verspricht, sich das neue Projekt von Erich Stekovics aufgrund der Sensibilisierung der Bürger genau anzuschauen.

Unternehmer Erich Stekovics plant auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern ein historisches Gewächshaus mit einem historischen Schaugarten. Das Projekt sei noch im Anfangsstadium, Pläne gäbe es noch nicht. Er habe vergangenen Freitag lediglich ein Ansuchen auf Flächenumwidmung im Gemeindeamt abgegeben, erklärt Stekovics.

Schaugarten statt Glashaus geplant

Er betont, dass sein Projekt in keiner Weise vergleichbar sei, mit dem Glashaus-Projekt, das Gemüse-Großhändler Werner Perlinger geplant gehabt hätte. „Es geht um einen historischen Bau, der dem Palmenhaus in Schönbrunn ähneln soll. Seltene Obst- und Gemüsesorten sollen dort zu besichtigen sein.“

Das Gewächshaus sei nicht nur ungleich kleiner als das Perlinger-Glashaus (14 Hektar ; Anm. d. Redaktion), die Pflanzen würden auch nicht über Nährstofflösungen, wie in High-Tech Glashäusern üblich, gezogen und seien auch nicht für den Verkauf vorgesehen. 30.000 Besucher jährlich besichtigen den Betrieb des „Paradeiser-Kaisers“. Der Schaugarten soll eine weitere Attraktion werden.