Fünf Schulstandorte, eine Direktorin. Ab Herbst wird Jutta Peisser als Schulleiterin für circa 55 Lehrer und an die 350 Schüler verantwortlich sein.

Von Pia Reiter. Erstellt am 06. Juli 2017 (05:00)
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Vorstellung. Die neue Direktorin Jutta Peisser mit Landesschulratspräsident Heinz Zitz.
BVZ

Die bisherige Direktorin des Sonderpädagogischen Zentrums in Frauenkirchen wird ab September gleich für fünf Schulstandorte verantwortlich sein: Jutta Peisser wird neben ihrer bisherigen Position auch die Volksschulen in Illmitz und Frauenkirchen sowie die Neuen Mittelschulen Illmitz und Frauenkirchen leiten.

"Wir wollen Vorreiter sein"

Das wurde möglich, weil ab 1. September die beiden Schulen in Illmitz zur Expositur der NMS Frauenkirchen werden und die Direktoren der Volksschule Frauenkirchen Monika Axnix sowie Erich Goldenitsch, Schulleiter der NMS Frauenkirchen, mit dem Ende des Schuljahres in Pension gingen.

„Damit haben wir die erste wirkliche Cluster-Leiterin Österreichs mit einer Organisationsstruktur nach dem neuen Gesetz, das am 1. Jänner 2019 in Kraft tritt und vergangenen Mittwoch, am 28. Juni, im Parlament beschlossen wurde“, erklärt Landesschulratspräsident Heinz Zitz.

Jutta Peisser sieht in der Cluster-Lösung eine sehr große Chance, Verschiedenes mitzugestalten: „Wir wollen Vorreiter sein. Es wird sicher eine logistische Herausforderung, aber es ist vieles möglich. Mich reizt die neue Lernkultur im Sinne von Vernetzung und auch ein flexibler Lehrereinsatz“, betont sie.

Konferenz mit allen Lehrern

Schulübergreifende Projekte sollen verstärkt in Angriff genommen werden, der Übergang von Volksschule zur NMS etwa gut gestaltet. Derzeit arbeitet Peisser gerade an einem Konzept. Vor Schulbeginn soll es eine gemeinsame Konferenz mit allen Lehrern aus den fünf Schulen geben. Der Entwicklungsprozess wird von der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt sowie von Pflichtschulinspektor Werner Zwickl begleitet.

Langsam und in kleinen Schritten, will die neue Leiterin Linie und Konzept vorgeben: „Das soll Bestand haben und unter Einbeziehung aller Beteiligten passieren. Es werden zwei arbeitsintensive Monate. Ich bin stolz, dass mir das zugetraut wird und habe bei meiner Vorstellung großen Zuspruch erhalten“, so Peisser.