Kaffehaus sucht Pächter

Erstellt am 04. März 2018 | 06:00
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Besonderheit. Das Stadtcafé in Frauenkirchen beherbergt drei Kegelbahnen. Damit gehört es im Bezirk einem kleinen Kreis an Lokalen an, in denen man dieser Freizeitbeschäftigung noch nachgehen kann.
Foto: C. Schneeweiß
Eigentümerin Ilona Püspök bemüht sich um neue Führung für ihr Stadtcafé gegenüber der Frauenkirchener Basilika.
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Das Stadtcafé sucht einen neuen Betreiber. Noch ist das Kaffeehaus geöffnet, Pächterin Jana Perusch wird sich allerdings vom Stadtcafé verabschieden. Seit Dezember 2016 führt die in Kittsee lebende Slowakin das Lokal.

„Die Konkurrenz ist in Frauenkirchen mittlerweile groß geworden, aber ich bin überzeugt, dass das Kaffeehaus trotzdem funktionieren kann.“ Eigentümerin Ilona Püspök

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Suche. Ilona Püspök ist überzeugt, dass das Stadtcafé mit einem guten Konzept Zukunft hat.
Foto: BVZ

„Mit viel Liebe, man hat sich immer wohlgefühlt“, sagt Eigentümerin Ilona Püspök, die nun wieder auf der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger ist. Wieder. Schon Perusch‘ Vorgängerin Katrin Welleschütz stieg nach nur 21 Monaten aus dem Vertrag aus.

Warum die Betreiber so schnell wechseln? Dieser Frage versucht auch Püspök auf den Grund zu gehen: „Die Konkurrenz ist in Frauenkirchen mittlerweile groß geworden“ sagt sie, „aber ich bin überzeugt, dass das Kaffeehaus trotzdem funktionieren kann.“ Das Hauptgeschäft sei abends zu machen, spezielle Veranstaltungen würden helfen. Etwa ein Revival des Disco-Kegelns mit alter Disco-Musik. Die Kegelbahn des Kaffeehauses sei schließlich fast so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Traditionslokal als „Stiefkind“

Seit vielen Jahrzehnten ist das Lokal ein Fixpunkt in der Gastro-Szene der Stadtgemeinde. Seit rund 55 Jahren ist es im Besitz der Familie Püspök. „Das Kaffeehaus war immer ein wenig mein Stiefkind, solange ich das Brauhaus und das Stadtcafé geführt habe“, sagt Ilona Püspök. Das sei auch der Grund, warum sie sich nach ihrem Ausstieg aus der Gastronomie entschlossen habe, Restaurant und Kaffeehaus getrennt zu verpachten. „Das Restaurant beansprucht viel Zeit, aber auch im Kaffeehaus muss der Chef selber hinter der Bar stehen“, weiß die ehemalige Paprikawirtin.

Noch ist das Stadtcafé unter der Führung von Perusch geöffnet. „Sobald sich wer findet, kann es zum Pächterwechsel kommen“, sagt Püspök. Einige Interessenten gäbe es bereits.

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