Pilgerkreuz als illegaler Müllplatz im Wallfahrtsort. Das idyllische Plätzchen am ehemaligen Altenburger Pilgerweg wird seit Jahren als Müllablage missbraucht.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 08. August 2019 (05:56)
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Symbolbild

Illegale Müllablagerung ist in den letzten Jahren immer wieder Thema in der Stadtgemeinde Frauenkirchen. Vor allem das St. Martinus Pilgerkreuz am ehemaligen Altenburger Pilgerweg ist stark davon betroffen. Die „Freunde der Basilika“, allen voran Josef Andert, der den Platz seit Bestehen des Kreuzes betreut, sind entsetzt über das Verhalten mancher Mitbürger.

Vor fast genau zehn Jahren errichtete der Verein „Freunde der Basilika Frauenkirchen“ am ehemaligen Altenburger Pilgerweg, einem der ältesten Wallfahrerwege nach Frauenkirchen, das St. Martinus-Pilgerkreuz. Täglich kommen hier unzählige Radfahrer, Pilger und Spaziergänger vorbei, viele halten inne oder rasten unter den schattigen Sträuchern auf den Bänken.

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Idyllisches Plätzchen. Hier wurden in den letzten Tagen immer wieder größere Müllmengen abgeladen. Man appelliert an die Vernunft der Menschen.

Das Kreuz befindet sich circa 500 Meter östlich des Stadtgebietes und direkt am Kulturradweg B22. „Leider wird der Platz seit Jahren auch für illegale Müllablagerungen benutzt - und dies leider immer öfter. Alleine in den letzten zwei Wochen musste fünfmal Müll entsorgt werden. Besonders schlimm war es in den Tagen um das letzte Juli-Wochenende“, zeigt sich Franz Stadlmann (Verein Freunde der Basilika Frauenkirchen) fassungslos.

"Menschen denken nicht nach"

Vor allem Bauschutt und Grünschnitt werde immer wieder auf dem Platz abgeladen. „Der Bereich liegt eher abgelegen, die Leute fahren in der Nacht dorthin und entsorgen ihren Müll. Ablagerungen von Grünschnitt kommen laufend vor. Die Leute werden sich denken, das verrottet eh, aber das stimmt nicht, das beginnt zu stinken. Die Menschen denken nicht nach, das enttäuscht mich sehr“, so Stadlmann.

Der Höhepunkt der aktuellen Müllablagerungs-Serie ereignete sich jedoch in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli: 40 Kilogramm Gefriergut, hauptsächlich abgelaufenes Fleisch in Plastiksäcken, wurden vor Ort abgelegt. Diese mussten vom Bauhof der Stadtgemeinde abgeholt und ordnungsgemäß entsorgt werden.