Jäger schlägt Aktivistin. Bei einer Treibjagd in Gattendorf kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Jägern und Tierschützern.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Oktober 2016 (16:23)
Symbolfoto/Bilderbox.com
Erschreckend. Im Zuge von Protesten gegen eine Treibjagd soll es zu einer Attacke auf eine Aktivistin und einer Morddrohung gekommen sein.

Am Wochenende soll es bei einer Treibjagd in Gattendorf zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen einem Jäger und mehreren Tierschutzaktivisten gekommen sein.

In Krankenhaus behandelt

Das berichtet der „Verein gegen Tierfabriken“ in einer Aussendung. Mitglieder des Vereins waren vor Ort, um gegen die Treibjagd zu protestieren und die Jäger bei ihren Aktivitäten zu filmen. Von Martin Balluch, Obmann des Tierschutzvereins, wird der Vorfall folgendermaßen beschrieben: Ein Mann in Grün habe zuerst zwei filmende Tierschützer angegriffen, um dann einer Frau „mit voller Kraft mehrmals auf den Kopf zu schlagen“.

Die Aktivistin habe anschließend im Unfallkrankenhaus behandelt werden müssen, so Balluch weiters. Im Anschluss sei von der Polizei die Identität des Angreifers aufgenommen und sichergestellt worden, dass die Tierschützer weiter filmen konnten. 

Polizei: „Anzeige entgegengenommen“

Auf Anfrage der BVZ lies ein Beamter der Polizeiinspektion Gattendorf wissen: „Es wurde eine Anzeige entgegengenommen und derzeit werden Erhebungen gemacht. Zu gegebener Zeit wird ein Bericht abgesetzt werden“.

Ob sich die Ereignisse tatsächlich so, wie sie vom „Verein gegen Tierfabriken“ geschildert werden, abgespielt haben, konnte der Polizeibeamte zunächst nicht bestätigen.
Der Tierschutzverein hat auf seiner Homepage (www.vgt.at) ein Video von dem Zwischenfall veröffentlicht.

Morddrohung ausgesprochen

Nach der Attacke auf die Aktivisten habe ein anderes Mitglied der Jagdgesellschaft eine Morddrohung gegen Martin Balluch ausgesprochen, berichtet der Obmann selbst. Auch dieser Vorfall wurde auf Video festgehalten.

Laut dem Obmann des „Vereins gegen Tierfabriken“ wurden für die Treibjagd in Gattendorf 1.000 Rebhühner und Fasane aus Massentierhaltung ausgesetzt. Der Tierschutzverein protestierte mit mehreren Aktivisten vor Ort gegen die derzeit legale Jagdpraxis.