Illmitz profitiert von Fördergeldern. Die Nationalpark-Gemeinde setzt 2021 mehrere Infrastruktur-Projekte um und nutzt alle dafür verfügbaren Fördertöpfe.

Von Paul Haider. Erstellt am 31. Januar 2021 (04:34)
Tourismus-Projekt. Der Radweg vom Illmitzer Ortsgebiet zum Seeufer wird heuer generalsaniert. Landesrat Heinrich Dorner (Mitte) stellt dafür Landes-Fördermittel in Aussicht - im Bild mit Maximilian Köllner und Bürgermeister Alois Wegleitner.
zVg/Köllner

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind auch an Illmitz nicht spurlos vorbeigegangen.

Ein beträchtlicher sechsstelliger Betrag sei der Seewinkel-Gemeinde 2020 an Einnahmen aus Kommunalsteuer und Ertragsanteilen entgangen, lässt Gemeindevorstand Maximilian Köllner (SPÖ) im BVZ- Gespräch wissen. Trotzdem stehe Illmitz finanziell nach wie vor auf stabilen Beinen: „Das Positive an der Lage ist, dass wir in Illmitz umsichtig wirtschaften. Einerseits investieren wir, andererseits schauen wir aber auch, dass wir für schlechtere Zeiten immer Rücklagen haben. Daher glaube ich, dass wir gut durch die Krise kommen werden und trotzdem weiter investieren können“, erläutert Köllner.

Radweg wird um 500.000 Euro saniert

2021 steckt Illmitz vor allem Geld in die örtliche Infrastruktur. Als größtes Projekt steht die Sanierung des Radweges zum Seeufer auf dem Programm. Die knapp vier Kilometer lange Strecke soll komplett saniert und neu asphaltiert werden. Ein erster Kostenvoranschlag für das Projekt beläuft sich laut Gemeindevorstand Köllner auf rund 500.000 Euro. Illmitz hofft bei dem Projekt auf einen großen Zuschuss durch Landes-Förderungen. Mit Verkehrs-Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) habe es bereits positive Gespräche darüber gegeben, verrät Köllner.

Auch bei anderen Projekten kann die Gemeinde Gelder aus Fördertöpfen anzapfen. So gibt es etwa 248.000 Euro Zuschuss vom Bund für das Kanal-Mischwasserrückhaltebecken.

Auch bei Straßenbauprojekten am Pappelweg und am Graben, die rund 350.000 Euro kosten werden, kann Illmitz mit finanzieller Unterstützung aus dem Hilfspaket des Bundes für Infrastrukturprojekte auf Gemeindeebene rechnen.

Ein weiteres Förderprogramm wird für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung im Ort genutzt: Am Hauptplatz, in der Unteren Hauptstraße und in der Apetlonerstraße sollen heuer umweltfreundliche Straßenlampen installiert werden. Dafür bekommt Illmitz finanzielle Unterstützung aus dem Klima- und Energie-Modellregionen Programm.

Weitere umweltfreundliche Investitionen tätigt Illmitz 2021 mit dem Ankauf eines zweiten E-Fahrzeuges für den Bauhof und mit der Installation einer Photovoltaikanlage am Dach des Kindergartens.

Renovierungen in der Mittelschule geplant

In der örtlichen Mittelschule werden heuer weitere umfassende Sanierungsmaßnahmen fällig. Unter anderem sollen der Turnsaal und der Vorplatz neu gestaltet und die in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen ersetzt werden. „Dazu sind aber noch weitere Gespräche mit den Sprengelgemeinden Apetlon und Podersdorf notwendig“, so Gemeindevorstand Köllner.

Kleinere Summen aus dem Illmitzer Budget sollen 2021 auch in die Verschönerung des Ortsbilds und Freizeiteinrichtungen fließen. So wurden für die Laube im Skaterpark Tische und Bänke angeschafft, die im Frühjahr aufgestellt werden. Und zu guter Letzt soll auch der kleine Park in der Unteren Hauptstraße verschönert werden.