Neusiedl am See zielt auf Energiegemeinschaft ab

Erstellt am 20. Mai 2022 | 05:05
Lesezeit: 2 Min
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Der Bau von PV-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden wurde schon im Jänner beschlossen.
Foto: Shutterstock
Ein Bürgerbeteiligungsmodell im Rahmen der Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern gemeindeeigener Gebäude wird geprüft.
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Der Neusiedler Gemeinderat setzt ein energiepolitisches Zeichen: Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag herrschte grundsätzlich Konsens unter den Fraktionen, eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) als Möglichkeit für die Stadtgemeinde zu prüfen.

Diskussionsgrundlage stellten gleich zwei Tagesordnungspunkte zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Feuerwehrhauses sowie des Bauhofes dar.

Ersterer wurde letztlich nach einem Abänderungsantrag der ÖVP einstimmig vertagt. Das Angebot der Energie Burgenland für eine Photovoltaikanlage auf einer Dachfläche des Feuerwehrhauses von 75 Quadratmetern ging der Volkspartei nicht weit genug.

Das Dach biete auf 540 Quadratmetern die Möglichkeit, PV-Paneele zu montieren. Im Sinne einer Blackoutvorsorge und einer Energieautarkie müsse man so viele Module wie möglich installieren, so Vizebürgermeister Thomas Halbritter, der auch ein Bürgerbeteiligungsmodell im Sinne einer Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft ins Spiel brachte. Aufgrund vieler ungeklärter Fragen, was die technische und rechtliche Umsetzung betrifft, einigten sich die Fraktionen, den Punkt zu vertagen.

Wenige Minuten später kam es schließlich doch noch zu einem einstimmigen Beschluss, die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage am Dach des Bauhofes beziehungsweise der Veranstaltungshalle betreffend. Gleichzeitig einigte man sich – diesmal nach einem Abänderungsantrag der SPÖ – dass das Gebäude, welches sich im Besitz der Freizeitbetriebe GmbH befindet, der Stadtgemeinde zurückgeführt werden soll. Danach soll auch hier die Möglichkeit einer EEG in Betracht gezogen werden.

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