Neusiedler Grüne fordern Müllkonzept am Prädium

Erstellt am 14. April 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
Neusiedl am See Freizeitbetriebe Symbolbild
Symbolbild
Foto: Klaus Vogelauer
Auf der Suche nach der Lösung für ein altes Neusiedler Müllproblem.
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Die Stadt kämpft mit einem Müllproblem, das seit Jahren nicht in den Griff zu bekommen ist. Die unbebauten Flächen am Prädium (im Bereich des Einkaufszentrums) sind regelmäßig von herumfliegendem Müll bedeckt.

Weggeworfene Trinkbecher oder Fast Food Verpackungen sind hier genauso zu finden wie Kartonagen oder anderer Unrat, den der Wind aus Müllcontainern der umliegenden Betriebe auf die landwirtschaftlichen Flächen weht.

Forderung nach besserer „Müllsammelinfrastruktur“

Die Stadtgemeinde versucht seit Langem, eine Lösung zu finden, ist aber in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Bürgermeisterin Elisabeth Böhm betonte in der vergangenen Gemeinderatssitzung, die Stadtgemeinde habe mit den umliegenden Betrieben bereits Kontakt aufgenommen, zuständige Behörde sei letztlich aber die Bezirkshauptmannschaft.

Für die Neusiedler Grünen ist die Situation am Prädium laut Gemeinderat Hannes Linhart Anlass gewesen, einen Antrag auf die Erstellung eines Müllkonzeptes in den Gemeinderat einzubringen. In diesem wird die Bürgermeisterin aufgefordert, die Ausarbeitung eines Müllmanagementkonzeptes zu veranlassen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

„Quellen des Mülls sind immer wieder überquellende Mistkübel vor Supermärkten, bei Tankstellen, in Einkaufszentren und an Ausflugszielen sowie Baustellen, die Isolier- und Verpackungsmaterialien nicht ordnungsgemäß entsorgen beziehungsweise gegen Windverfrachtungen sichern“, heißt es im Antrag.

Die Grünen fordern eine bessere „Müllsammelinfrastruktur“, etwa mehr und größere Mistkübel. Außerdem soll bei den Verursachern und Verantwortlichen ein stärkeres Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden.

Im Gemeinderat ist das Problem jedenfalls allen Fraktionen bewusst. Der einstimmige Beschluss kam also nicht überraschend.

Umweltgemeinderätin Gerda Kappel (SPÖ) betonte, dass im Umweltausschuss schon einige Themen aus dem Antrag angesprochen wurden und vieles sogar schon umgesetzt worden sei.

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