Unmut in Potzneusiedl: „Gestank fast nicht auszuhalten“. Das Pumpwerk des Abwasserverbandes Bruck an der Leitha - Neusiedl am See sorgt für Unmut in der Bevölkerung.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 07. August 2019 (05:38)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7653692_nsd32sj_pumpwerk_3sp.jpg
Von dem Pumpwerk des Abwasserverbandes Bruck an der Leitha - Neusiedl am See geht ein unangenehmer Geruch aus.
BVZ

Seit bereits einem Jahr gehen laufend Beschwerden über den üblen Geruch, ausgehend vom Pumpwerk des Abwasserverbandes Bruck an der Leitha - Neusiedl am See, im Gemeindeamt ein. Potzneusiedls Bürgermeister Franz Werdenich nahm sich dem Problem an und setzte sich mit dem verantwortlichen Abwasserverband in Verbindung: „Die Zusammenarbeit funktioniert gut, alle Beteiligten bemühen sich um eine effektive Behebung dieser Geruchsbelästigung. Aber ich kann bestätigen, der Gestank ist ab und zu fast nicht auszuhalten“, so Werdenich.

Viele Gemeinden entsorgen ihre Abwässer über die Brucker Kläranlage, seit vergangenem Jahr auch die Gemeinden Kittsee, Pama, Edelstal, Neudorf und Gattendorf. Das führte zu einer umfangreichen Erweiterung der Kläranlage und des dazugehörigen Leitungsnetzes. Insgesamt wurden 14 Pumpwerke errichtet, zwei ober- und zwölf unterirdische.

Eines der beiden oberirdischen steht auf Potzneusiedler Hotter, obwohl die Gemeinde ihre Abwässer über eine andere Kläranlage entsorgt. Diese Tatsache macht den Unmut in der Bevölkerung noch größer. „Der Gestank entsteht, wenn das Abwasser durch die ankommenden Druckleitungen transportiert wird“, erklärt der Geschäftsführer des Abwasserverbandes Josef Pranger.

Fragebogen ausgeteilt

Bei der letzten Verhandlung Mitte Juni, wo neben den Vertretern der Gemeinde und des Abwasserverbandes auch Vertreter der Landesregierung anwesend waren, wurde unter anderem auch die Geruchsbelästigung im Gemeindegebiet thematisiert.

„Die Burgenländische Landesregierung möchte einen gemeinsamen Konsens finden, also erstellte die Abteilung 9 Wasser- und Abfallwirtschaft unter Brigitte Nikolavcic einen Fragebogen, der vergangene Woche an jeden Haushalt ausgeteilt wurde“, informiert der Ortschef.

Zurzeit sei das Pumpwerk mit einem einfachen Filterschacht ausgestattet. „Wir stellen nicht in Abrede, dass es hin und wieder zu einer Geruchsbelästigung durch unser Pumpwerk kommen kann, wir sind aber bemüht, schrittweise Maßnahmen zu setzen“, so Pranger. Sollte sich bei der Erhebung mittels Fragebogen herausstellen, dass der Gestank allein von dem besagten Pumpwerk ausgeht, sei die nächste Maßnahme ein zusätzlicher Geruchsfilter.