KH-Kittsee: Akutgeriatrie ab September

Erstellt am 20. Januar 2022 | 05:38
Lesezeit: 3 Min
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Die Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H (KRAGES) investiert in Summe für die neue Abteilung Akutgeriatrie und Remobilisation sowie die Neugestaltung der Verkehrswege 2,4 Millionen Euro in das Kittseer Spital.
Foto: BVZ
24 Betten für neue Abteilung. Gesamtes Angebot übersiedelt 2030 nach Gols.
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Im Krankenhaus Kittsee wird derzeit gebaut. Die KRAGES errichtet am Spitals-Standort im Nordburgenland eine Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/R) als Department der Internen Medizin. Zusätzlich zu den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie einem Fachschwerpunkt Urologie wird das Angebot damit ausgebaut.

Die Abteilung AG/R ist eine spezielle Station mit 24 Betten plus vier ambulanten Betreuungsplätzen für die ältere Generation. Der AG/R-Betrieb am Standort Kittsee startet noch 2022, derzeit laufen die Baumaßnahmen. Bereits im September soll die Abteilung eröffnet werden. Untergebracht wird das neue medizinische Angebot teils in einem Neubau, teils im bestehenden Gebäude. Im Zubau werden Therapieräume, ein Aufnahmebereich, Besprechungsräumlichkeiten und ein Speisesaal untergebracht, dazu kommen neue Umkleideräume in einem bestehenden Teil der Abteilung für Innere Medizin.

112 Betten bis 2025

Laut KRAGES-Sprecher Leo Szemeliker wird das Bettenanbot in Kittsee bis 2025 von derzeit 107 auf 112 Betten – gegenläufig zum landesweiten Trend – ansteigen. Durch die AG/R entstehen in Kittsee acht Arbeitsplätze im Bereich Ergotherapie, Diätologie und Physiotherapie sowie ein weiterer Arbeitsplatz für eine Fachärztin beziehungsweise einen Facharzt.

Zeitgleich zum Ausbau des Kittseer Spitals arbeitet die KRAGES am genauen Zielbild für das künftige Krankenhaus in Gols. Ab 2030 wird man mit dem gesamten derzeitigen Kittseer Leistungsspektrum an den neuen zentral gelegenen Standort übersiedeln. Dabei wird sich das neue Standardspital mit dem von den Barmherzigen Brüdern betriebenen nordburgenländischen Schwerpunktkrankenhaus Eisenstadt abstimmen. In dieser Zielplanung wird beispielsweise festgelegt, welche zusätzlichen ambulanten Angebote am Standort etabliert werden sollen.

Ärztemangel auch Problem in Spitälern

Ein bekanntes Problem zeigt sich mit dem Ärztemangel mittlerweile allerdings auch in den Spitälern: Für rund 70 Stellen (in allen Bereichen) sucht man laut KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl in den Häusern Kittsee, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing derzeit Nachfolger; seitens des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt spricht Leiter Robert Maurer von rund zehn Stellen. Abhilfe soll hier auch die Spezialisierung der Standorte schaffen, ebenso die Medizin-Stipendien, die vom Land ausgeschrieben werden. Beim Gehaltsniveau liege man im Burgenland in zufriedenstellenden Bereichen.

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